Der "Runde Tisch" zur Kritik am Tierheim, der am 19.02.2010 stattfand, führte u. a. zur Klarstellung dessen, was die "Kritiker" tatsächlich beanstandeten bzw. nicht beanstandeten.
So stimmten sie der Aussage der Leiterin des Veterinäramtes, Frau Dr. Schröder, zu, die dem Tierheim eine ausgezeichnete Unterbringung der Tiere und besonders engagierte Pflege durch die Tierheimmitarbeiter bescheinigte. Die Kritiker meinten, sie hätten dieses auch niemals in Frage gestellt.
Gerade dieses war aber der Grund für den Bremer Tierschutzverein gewesen, das Gericht - im Übrigen erstmalig wegen solcher Umstände - zu bemühen. Auf der Internetseite der Frau Einwächter-Langer wurden eben gerade solche Vorwürfe veröffentlicht, nämlich dass die Tiere in katastrophalen Behältnissen gehalten und nicht ausreichend gepflegt würden.
Solche unwahren Tatsachenbehauptungen, zum Teil gewürzt mit erheblicher Schmähkritik, die die Wahrhaftigkeit des Tierschutzes und speziell die tägliche Fürsorge für jedes einzelne Tier in Frage stellen, können und dürfen nicht unwidersprochen hingenommen werden. Dies hat auch das Gericht in seiner öffentlichen Verhandlung am 11.02.2010 ebenso gesehen und der Initiatorin der Kampagne deutlich nahe gelegt, die entsprechenden Behauptungen ohne gerichtliches Urteil von der Internetseite zu entfernen. Begründen konnte sie ihre Vorwürfe ohnehin in keiner Weise.
Auch wenn es in den Medien teils anders dargestellt wurde: Wir hatten vor Gericht niemals gefordert, sämtliche Kritik einzustellen. Wir haben uns nur gegen die eindeutig falschen und zum Teil erheblich beleidigenden Behauptungen zur Wehr gesetzt.
Die in unserer Vorlage beim "Runden Tisch" vorgestellten weitergehenden Maßnahmen wurden allseits begrüßt. Sie befinden sich bereits in der Umsetzung. Wir danken vor allem dem Stadtamt Bremen, dass es sich bereit erklärte, bei Nichtvermittlung eines Tieres an einen Interessenten diesem die Gelegenheit zu geben, die Entscheidung von dort aus überprüfen zu lassen.
Damit unterziehen sich der Bremer Tierschutzverein und sein Tierheim freiwillig einer in Deutschland wohl einmaligen öffentlichen Transparenz. Als Schutzorganisation für alle TIERE machen wir damit deutlich, dass wir den Anspruch der Öffentlichkeit auf Transparenz höher bewerten, als es nach dem Vereinsrecht oder irgendwelchen sonstigen Vorschriften gefordert ist.
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