28.12.2017

Mit dem Haustier entspannt ins neue Jahr

Für viele Menschen bedeutet das jährliche Feuerwerk Spaß, für Tiere dagegen
oft Stress. Der Krach ist besonders für Hunde und Katzen belastend, da sie
ein wesentlich feineres Gehör haben als Menschen. Bei vielen Vierbeinern
löst die Knallerei sogar Panik aus. Bereits einige Tage vor Silvester können
Tierhalter Vorkehrungen treffen, damit die Tiere gut ins neue Jahr kommen.

So sollten Hunde in bewohnten Gebieten nur noch angeleint ausgeführt werden,
denn verfrühte Kracher könnten sie in panischem Schrecken davonlaufen
lassen. Am Silvesterabend selbst sollten Türen und Fenster geschlossen sein,
gegebenenfalls können auch Rollos heruntergelassen werden, um den Lärm und
das Blitzgewitter ein wenig zu dämpfen. Katzen mit Freigang sollten am
Silvesterabend unbedingt im Haus bleiben. Idealerweise sollte für Hunde,
Katzen, Vögel, Meerschweinchen und andere Kleintiere ein ruhiger Platz in
einem Raum geschaffen werden, der nicht direkt zur Straßenseite liegt.
Vogel- und Kleintierkäfige sollten dabei weit vom Fenster entfernt stehen
und zusätzlich durch ein großes Tuch abgedeckt werden.

Beruhigungsmittel sollten ausschließlich in Absprache mit dem Tierarzt
verabreicht werden und nur dann, wenn bekannt ist, dass das Tier extrem
ängstlich auf laute Geräusche reagiert. Meist reicht es schon, wenn eine
vertraute Bezugsperson an einem solchen Abend bei den Tieren bleibt und
ihnen als souveräner „Rudelführer“ durch einen bewusst ruhigen und
entspannten Umgang Sicherheit vermittelt. Keinesfalls sollte man das Tier
trösten, da es sich so in seiner Furcht nur bestätigt fühlt. Hilfreich kann
es sein, gewohnte Spielrituale bei Hund und Katze durchzuführen, die die
Haustiere ablenken und die vermeintliche Stresssituation in eine entspannte
Atmosphäre wandeln. Insgesamt hilft es den Tieren, wenn die übliche
Tagesroutine eingehalten wird.

„Am besten ist es natürlich, ganz auf das Feuerwerk und die Knallerei zu
verzichten“, so Brigitte Wohner-Mäurer, Vorsitzende des Bremer
Tierschutzvereins. „Generell sollte sich jeder fragen, ob es sinnvoll ist,
viel Geld für ein scheinbares Vergnügen auszugeben so Frau Wohner-Mäurer.
„Schön wäre es, das Geld nicht komplett in die Luft zu schießen, sondern
sinnvollen Zwecken und Einrichtungen, wie dem Bremer Tierschutzverein und
dem Tierheim zu spenden.“

In der Nähe von Waldrändern, auf Waldlichtungen, in Parkanlagen oder Höfen
mit Tierhaltung Raketen und Böller abzuschießen, sollte ohnehin tabu sein:
Scheue Wildtiere in Wald und Flur reagieren besonders sensibel auf laute
Geräusche. Auch bei Pferden und Rindern, die auf Weiden gehalten werden,
besteht die Gefahr, dass sie in Panik geraten und sich verletzten oder
ausbrechen.

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