02.11.2014

Am kommenden Samstag findet in der Bremer Innenstadt eine große Anti-Pelz-Aktion statt.

Große Anti-Pelz-Aktion in der Bremer Innenstadt am 8. November 2014 von 11 bis 16 Uhr!

Am kommenden Samstag findet in der Bremer Innenstadt eine große Anti-Pelz-Aktion statt. Der Bremer Tierschutzverein unterstützt die Aktion und wird mit einem Info-Stand auf dem Marktplatz vertreten sein und mit vielen Tierfreunden um 13 Uhr an dem geplanten Marsch durch Bremen teilnehmen.

Millionen Pelztiere leiden und sterben jedes Jahr für die Mode. Eingepfercht in viel zu engen Drahtkäfigen oder qualvoll verendet in aufgestellten Fallen – ein Leben voller Leid und ein grausamer Tod – so sieht die Pelztierzucht nach wie vor aus. Die Anti-Pelz-Aktion am Samstag will auf das unglaubliche Leid der Tiere aufmerksam machen.

„Pelztiere werden in Käfigen gehalten und damit jeder Möglichkeit beraubt, sich artgerecht zu verhalten. Auf Pelztierfarmen werden nicht einmal die Minimalansprüche, die diese Tiere an ihre Umgebung stellen, erfüllt. Enge Drahtkäfige aus Gitterrosten sind heute die üblichen Haltungssysteme für Pelztiere in Farmen. Tiere, die sich in freier Wildbahn aus dem Weg gehen würden, werden auf engstem Raum nebeneinander untergebracht. Nerze sind in engste Käfige eingepfercht, ohne jede Bademöglichkeit“, so Wolfgang Apel, Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins und Ehrenpräsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir appellieren daher dringend an die Bevölkerung, auf Pelzprodukte gänzlich zu verzichten“, so Apel, der ebenfalls am Samstag vor Ort sein und an dem geplanten Marsch durch Bremen teilnehmen wird.

Zwar haben wir erreicht, dass der Import von Hunde-, Katzen und Robbenfellen in Deutschland inzwischen verboten ist, doch leider nur für einige wenige Tierarten. Immer noch gibt es bei uns acht Nerzfarmen. (Weitere Farmen, in denen auch Füchse, Chinchilla oder Nutria gehalten wurden, haben in den letzten Jahren geschlossen). In anderen europäischen Ländern wie Großbritannien oder Österreich ist die Pelztierhaltung verboten. „Wir fordern die Bundesregierung auf, diesem Vorbild zu folgen und das Leiden der Pelztiere endgültig zu beenden“, so Apel.

Weltweit werden Millionen Tiere jedes Jahr für den Handel mit Pelzen getötet, um ihre Felle zu Mänteln, Jacken oder Mützen zu verarbeiten. Für einen Pelzmantel sterben 30 bis 50 Waschbären oder 14 Luchse, 40 bis 60 Nerze, zwölf Wölfe, 110 Eichhörnchen oder 130 bis 200 Chinchillas.

„Es darf nicht weiter zugelassen werden, dass Tiere leiden und sterben, damit Menschen sich einen grausamen „Luxus“ leisten“, so Apel. „Es gibt in der heutigen Zeit keinen vernünftigen Grund, Echtpelz zu kaufen. Vielmehr bedeutet es brutale Tierquälerei zu unterstützen. Dies gilt nicht nur für Jacken und Mäntel, sondern zunehmend auch für die Pelzbesätze an Jacken, Schuhen und Accessoires aus Pelz.“

Der Bremer Tierschutzverein ruft alle Tierfreunde auf, am kommenden Samstag an der Aktion und dem geplanten Marsch durch Bremen um 13 Uhr teilzunehmen. Treffpunkt ist der Infostand des Bremer Tierschutzvereins am Marktplatz.

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