06.02.2017

Wolfgang Apel verstorben

Eine Ära ist zu Ende: Wolfgang Apel, Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins, ist am Samstag nach schwerer Krankheit im Alter von 65 Jahren verstorben. Als Träger des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse sowie langjähriges Vorstandsmitglied diverser Tierschutzkommissionen und Stiftungen galt Wolfgang Apel als prominentestes Gesicht im deutschen Tierschutz. In Bremen leitete er fast 40 Jahre die Geschicke des Vereins.

1978 wurde Wolfgang Apel  zum Vorsitzenden des Bremer Tierschutzvereins gewählt und war mit 27 Jahren der jüngste Vorsitzende seit Bestehen des Vereins. Seine Tätigkeit war von Anfang an ehrenamtlich – und doch investierte er fast seine gesamte Freizeit in den Aufbau und Erhalt des Bremer Tierschutzvereins und dessen Tierheim. Das Bremer Tierheim war damals noch eine kleine marode Fläche. Doch mit viel Engagement und Tatkraft setzte er seine Ideen durch – und, unterstützt von vielen Mitgliedern,  entstanden nach und nach die ersten Gebäude und Unterkünfte für die Tiere. Heute ist das „Dorf der Tiere“  eines der schönsten und modernsten Tierheime in Deutschland.

 

„Tierschutz ist kein Job, sondern eine Aufgabe“ sagte er immer wieder. Für ihn war es seine Lebensaufgabe. Über 30 Jahre kämpfte er an der Spitze des Deutschen Tierschutzbundes für das Wohl und das Recht der Tiere.  Ohne Angst vor „hohen Tieren“ stellte er sich immer wieder immensen Herausforderungen und zeigte entschlossenen Kampfgeist gegenüber den Gegnern des Tierschutzes und den politisch Verantwortlichen.  Von Anfang an kämpfte er gegen die Affenversuche an der Universität Bremen, setzte die Verbandsklage im Land Bremen durch u.v.m.

 

Der Bremer Tierschutzverein ist stolz darauf, dass mit Wolfgang Apel  ein Bremer Tierschützer auf Bundesebene und in Europa viel bewegt hat, wie beim Kampf gegen Tiertransporte, gegen Tierversuche und für mehr Tierschutz in der Landwirtschaft, um nur einige Erfolge exemplarisch zu nennen. Im Jahr  2005 wurde ihm für seinen Einsatz das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

  „Wer nicht kämpft, kann nicht gewinnen“,  das war von Anfang an die Philosophie  von Wolfgang Apel. Dieses  Motto hat ihn sein Leben lang begleitet  und ihn in seinem Handeln immer wieder bestärkt. Seinen eigenen Kampf hat er leider verloren. Sein Tod ist ein großer Verlust für den Bremer Tierschutzverein. Der Vorstand und die MitarbeiterInnen des Bremer Tierschutzvereins und des Bremer Tierheims nehmen in tiefer Dankbarkeit Abschied und werden ihm ein würdiges Andenken bewahren.

Tierfreunde, die einen letzten Gruß hinterlassen möchten, können sich zu den Öffnungszeiten des Tierheims (16 – 18 Uhr) im Kondolenzbuch im Tierheimbüro eintragen.

 

 

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