25.06.2019

Keine Radtouren bei Hitze mit Hund!

Die sommerlichen Temperaturen machen auch den Haustieren zu schaffen. Der Bremer Tierschutzverein und die Landesinnung des Zweiradmechanikerhandwerks Bremen appellieren daher erneut an alle Hundebesitzer, ihre Tiere bei Hitze nicht am Fahrrad laufen zu lassen.

 

Radtouren mit Hund sind für Mensch und Tier immer eine schöne  Gelegenheit, um gemeinsame Stunden im Freien zu verbringen. Hunde sind ohnehin immer gern dabei und genießen die Ausflüge ebenso sehr wie ihre Besitzer.

Aber nicht jeder Hund eignet sich als Begleiter beim Radfahren. Neben einem guten Grundgehorsam und einem vorbereitenden Training benötigt der Vierbeiner auch eine angemessene körperliche Fitness. Zudem haben Hunde  je nach Rasse, Größe und Alter ein variierendes Bewegungsbedürfnis. Der Hund sollte ausgewachsen und gesund sein und über eine gute Kondition verfügen. Erst ab dem Alter von 18 bis 24 Monaten ist das Knochengerüst ausgebildet und gehärtet. Bei Hunden, die noch in der Wachstumsphase sind, kann es zu Gelenkproblemen oder Verletzungen kommen. Sehr große und sehr kleine Hunde sowie kranke oder alte Vierbeiner sollten grundsätzlich nicht neben dem Rad laufen, da für sie die körperliche Anstrengung zu groß wäre.

Doch bei hohen Temperaturen, bzw. auch bei schwülem Wetter  gilt für alle: Bitte keine Radtouren bei Hitze! Da Hunde außer an den Pfoten keine Schweißdrüsen besitzen, ist Hecheln ihre einzige Möglichkeit der Abkühlung. Bei der stärkeren Belastung des Fahrradfahrens sind die Grenzen der Temperaturregulation schnell erreicht und es besteht die Gefahr eines Hitzschlags.

„Am besten ist es natürlich, im Hochsommer  ganz auf Radtouren zu verzichten“, erklärt  Brigitte Wohner-Mäurer, Vorsitzende des Bremer Tierschutzvereins. „Wer trotzdem fahren möchte, sollte dies nur in den ganz  frühen Morgen- oder späten Abendstunden tun.“

"Radfahren soll Spaß machen und nicht zur Belastung werden", so  Olaf Otto, Landesinnungsmeister des  Zweiradmechaniker-Handwerks Bremen. „Das gilt sowohl für den Fahrer, wie auch für die Hunde, die am Rad mitlaufen. Wir unterstützen die Kampagne des Bremer Tierschutzvereins daher natürlich wieder sehr gern. Eine gute Alternative, auch für größere und ältere Hunde, sind zum Beispiel der Fahrradanhänger oder -  bei kleinen Hunden -  die Frontbox oder –korb. So kann der Vierbeiner auch immer beim Ausflug dabei sein.“

Am Donnerstag gab es die offizielle Übergabe der Plakate an den Landesinnungsmeister Olaf Otto. Die Plakate werden ab der nächsten Woche bei den Fahrradhändlern zu sehen sein. Zudem halten die Händler und der Bremer Tierschutzverein Informationsfolder mit Tipps zum Radfahren mit Hund bereit.