06.01.2021

Die Innenstädte sind leer, weniger Menschen sind unterwegs. Für die Stadttauben bedeutet das vor allem eins: Sie finden weniger Nahrung. Dabei ist das Überleben im kalten Winter ohnehin schon schwer genug - vor allem Jungtiere, die jetzt schlüpfen, sind akut gefährdet.

Bereits während des ersten Lockdowns gab es Berichte über eine Zunahme von geschwächten, hungernden und bereits verendeten Stadttauben. Abgemagerte Tiere landeten im Tierheim und wurden aufgepäppelt. Das Bremer Tierheim hat allein im letzten Jahr über 300 Tauben aufgenommen. Die Versorgung der Tiere wird dabei aus Vereinsmitteln bestritten, da die Stadt für Wildtiere keine Zuschüsse bezahlt.

Der Stadttauben Bremen e.V. füttern zwar täglich die Tauben mit einem kontrollierten und von der Stadt genehmigten Fütterungskonzept, trotzdem reicht das Futter oft nicht. Der Bremer Tierschutzverein unterstützt dabei mit Futterspenden.

Stadttauben stammen ursprünglich von domestizierten Haustauben ab. Sie sind standorttreu und auf Futter durch den Menschen angewiesen. Auch wenn es sich nur um Essensreste handelt, die herunterfallen oder achtlos weggeworfen werden: Wird diese Nahrung knapper, können Stadttauben nicht einfach abwandern oder andere Futterquellen erschließen, wie Wildtiere es tun würden. Auch wenn die Zahl der Stadttauben vielerorts hoch ist, ist dies kein Freibrief dafür, Tiere elend verhungern zu lassen.

Bitte denkt daran, dass die Tauben dringend unsere Hilfe brauchen!

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