10.09.2022

Sonnabend, den 10. September, von 11 bis 15 Uhr

Schluss mit Affenversuchen in Bremen!

Deutscher Tierschutzbund unterstützt große Demo des Bremer Tierschutzvereins am 10. September

Der Bremer Tierschutzverein erhebt gemeinsam mit seinem Dachverband, dem Deutschen Tierschutzbund, die Stimme gegen die qualvollen Tierversuche, die noch immer an Makaken an der Bremer Universität durchgeführt werden. Die Tierschützer:innen appellieren an die Senatorin für Gesundheit, Claudia Bernhard, eine neue Versuchsreihe nicht zu genehmigen und rufen alle Bremer Tierfreund:innen zu einer großen Demonstration am 10. September durch die Innenstadt auf.  

„Die Affenversuche in Bremen sind grausam und höchst fragwürdig. Gleichzeitig sind die Zeichen der Zeit klar: Gerade erst haben sich weit über eine Million Europäer mit einer erfolgreichen Bürgerinitiative für ein Europa ohne Tierversuche ausgesprochen. Das Leid in den Laboren muss ein Ende haben!“, so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, der extra zu dieser Veranstaltung nach Bremen kommen wird. „Von Senatorin Bernhard erwarten wir, die Fortführung der Versuche abzulehnen. Um es klar zu sagen: Jeder Bremer Politiker, der oder die auch nur einen Funken Ethik in sich hat, muss an unserer Seite stehen.“ Brigitte Wohner-Mäurer, 1. Vorsitzende des Bremer Tierschutzvereins, ergänzt: "Nach über 24 Jahren Tierqual ist es längst überfällig, diesen Tierversuchen ein Ende zu setzen. Hier werden alle moralischen und ethischen Grenzen des Umgangs mit Tieren verletzt. Wir appellieren daher an alle Tierfreund:innen, uns auf der Demo zu begleiten."

Beginn der Veranstaltung ist um 11 Uhr auf dem Hanseatenhof.  Nach der Begrüßung durch Brigitte Wohner-Mäurer, Vorsitzende des Bremer Tierschutzvereins, um 11.30 Uhr, wird Thomas Schröder die Ansprache halten. Um 12 Uhr startet die Demonstration. Der Demonstrationszug endet gegen 13.30 Uhr. Im Anschluss gibt es dort eine Kundgebung, u.a. mit einer Rede von Dr. Robert Porzel von Ärzte gegen Tierversuche e.V. Für die musikalische Begleitung sorgt Lulu Henn.  An den Informationsständen können sich die Besucher:innen über Tierversuche bzw. Alternativmethoden informieren.

Hintergrund:
Seit 1998 werden an der Universität Bremen Hirnversuche an Affen durchgeführt. Dabei sitzen die Tiere in engen Plexiglaskästen und müssen am Computerbildschirm Aufgaben lösen. Hierzu wird ihnen die Schädeldecke geöffnet und ein Haltebolzen in den Schädelknochen zementiert. Daran wird der Kopf festgeschraubt, damit die Affen ihn nicht bewegen können. Messelektroden, die operativ ins Gehirn und in ein Auge eingesetzt werden, registrieren dabei die Hirnströme und Augenbewegungen der Affen. Die Tiere müssen nicht nur die Schmerzen durch die Eingriffe ertragen: Um sie zur Mitarbeit zu zwingen, lässt man sie außerdem dursten und gibt ihnen nur dann tropfenweise Flüssigkeit, wenn sie ihre Aufgaben richtig lösen.

Während der Versuche verbringen die Affen täglich bis zu sechs Stunden fixiert im Kasten. Die Tiere machen die Versuche nur so lange mit, wie sie durstig sind. Die Affen müssen diese monotonen Aufgaben Tag für Tag über Jahre hinweg ertragen. Danach werden die Tiere getötet und ihre Gehirne werden untersucht. Bis heute hat Kreiters Forschung keine Ergebnisse hervorgebracht, die in naher Zukunft zur Heilung oder Therapie menschlicher Krankheiten oder dem besseren Verständnis von deren Entstehung beitragen.

Makake in einem deutschen Labor. Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.

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