08.10.2018

am Welttierschutztag

Mit einer Mahnwache zum Welttierschutztag machte der Bremer Tierschutzverein am Welttierschutztag  auf die vielen aktuellen Tierschutzthemen aufmerksam. 

Tierversuche, Intensivtierhaltung, Tiertransporte, Kükenschreddern, Wildtiere im Zirkus  oder die Zucht von Pelztieren – die Liste ist lang. Viele Millionen Tiere leiden und sterben jedes Jahr für die Forschung und den Konsum, den Luxus und das Vergnügen der Menschen.

Besonders im Fokus steht in diesem Jahr das Leiden der Schweine in der Intensivtierhaltung. Unter dem Motto „ Beendet das Leiden der Schweine!“. möchten die Tierschützer auch weiterhin die Öffentlichkeit für die Qualen sensibilisieren, die Schweine in den meisten deutschen Haltungssystemen erleiden müssen - wie die Kastration ohne Betäubung, das Kupieren der Ringelschwänze und die Fixierung der Sauen in engen Kastenständen.

Das gesamte Schweinehaltungssystem verstößt im Grunde gegen geltendes Recht. Das Leiden der Schweine muss endlich ein Ende haben – die Politik darf die wirtschaftlichen Interessen der Tiernutzer nicht länger höher stellen als den Schutz der Tiere. Es darf nicht länger sein, dass Ferkeln routinemäßig die Schwänze kupiert und die Zähne abgeschliffen werden. Dass ganz aktuell sogar versucht wird, das Tierschutzgesetz zu ändern, damit männliche Ferkel weiter ohne Betäubung kastriert werden dürfen und das schon beschlossene Verbot hinausgezögert wird, ist aus Tierschutzsicht nicht hinzunehmen. Gleichzeitig ist dies auch rein rechtlich nicht haltbar – schließlich steht der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz.

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