15.12.2014

Trauer um Versuchstiere

Mit einer spontanen Gedenkfeier und Mahnwache vor dem Bremer Dom hat der Bremer Tierschutzverein heute auf das große Leid der Tiere aufmerksam gemacht, die auch in Bremen im Tierversuch leiden und sterben müssen.
Anlass war u.a. das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom Januar 2014, das Forschern wie dem Tierexperimentator Andreas Kreiter erlaubt, seine tierquälerischen Forschungen an Primaten auch zukünftig fortzusetzen. Die Stadt Bremen war durch das BVG-Urteil gezwungen, die Versuche für die nächsten drei Jahre zu genehmigen.
Also kein Schutz und keine Hoffnung für die Affen – sie müssen, wie viele andere Versuchstiere auch – weiterhin in den Labors leiden und sterben.
„Das Urteil war ein heftiger Schlag gegen den Tierschutz“, so Wolfgang Apel, Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins und Ehrenpräsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Für uns als Tierschützer ist es unverständlich, dass Forschern hiermit ein sogenannter Freibrief ausgestellt wird. „Wir halten daher eine Trauerfeier wie diese durchaus für angemessen“, um auf das millionenfache Leid der Tiere auch in ganz Deutschland aufmerksam zu machen“, so Apel.
Allein in Bremen wurden in den Jahren 2001 bis 2012 9.844 Mäuse, 7.572 Ratten, 1.195 Hamster, 36 Affen, 5.484 Amphibien und 4.496 Fische im Tierversuch verwendet.
Ein Aufruf der Mitglieder des Bremer Tierschutzvereins ging auch an die Kirche mit der Frage – „Kirche wo bleibst Du? Auch in Bremen leiden unsere Mitgeschöpfe täglich im Tierversuch“ - denn nicht alles, was rechtmäßig erlaubt ist, ist auch ethisch vertretbar.

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