24.09.2020

Online Veranstaltung
Mittwoch, 30. September 2020
18:00 – 19:30 Uhr

Am 30. September 2020 diskutiert Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder auf Einladung der SPD-Europaabgeordneten Maria Noichl in folgender Online-Veranstaltung zum Thema Tiertransporte in und aus Europa.

Mit:
Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes
Ina Müller-Arnke, Agraringenieurin, VIER PFOTEN
Maria Noichl, SPD-Europaabgeordnete, Mitglied im ANIT – Untersuchungsausschuss und Vizepräsidentin der Tierschutz-Arbeitsgruppe im Europäischen Parlament
Susanne Mittag, MdB, Tierschutzbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion

Unter folgendem Link können Sie sich zur (kostenfreien) Online-Veranstaltung anmelden:
One Way Ticket Anmeldung

Hintergrund:
Das Europäische Parlament hat (im zweiten Anlauf) mit großer Mehrheit einen Untersuchungsausschuss zum Thema Tiertransporte bewilligt. Während der nächsten 12 Monate wird der neu geschaffene Ausschuss Animal Transportation (ANIT) die Situation der Tiere während des Transports innerhalb der EU und auch in Drittländer genau beleuchten. Dies ist bitter nötig, denn die Verantwortung gegenüber unseren Tieren wird täglich vernachlässigt. Daher kommt die längst veraltete EU-Transportverordnung 1/2005 auf den Tisch und wird „auf Herz und Nieren“ überprüft. Dies passiert zu einem besonders wichtigen Moment: Deutschland hat noch bis zum 31. Dezember 2020 die EU-Ratspräsidentschaft inne - und muss deshalb bei diesem Thema vorangehen. Den Tieren geht es bei vielen Tiertransporten im wahrsten Sinne des Wortes dreckig: Die LKW sind häufig mit zu vielen Tieren bestückt. Es gibt zu wenig, schmutziges oder unzugängliches Wasser und Futter. Oft sind die Fahrzeuge nicht tiergerecht ausgestattet, so dass sich diese an scharfen Kanten oder falsch angebrachten Trennwänden verletzen können.

Bilder und Filme von Lebendtiertransporten, besonders auf Langstrecken, schockieren die Zuschauerinnen und Zuschauer zurecht. In den Fahrzeugen ist es gerade in den Sommermonaten so heiß, dass Tiere leiden und nicht selten qualvoll sterben. Mit einer besseren Klimaanlage im LKW ist es aber nicht getan. Diese Tierquälerei muss endlich gestoppt und die Langstreckentransporte für erwachsene Tiere auf maximal acht Stunden begrenzt werden. Die EU-Verordnung 1/2005 bietet bereits einige Regeln. Aber sie werden in den EU-Mitgliedstaaten schlecht oder gar nicht umgesetzt. Auf diesen Missstand wird seit Jahren von vielen Seiten hingewiesen. Denn das Tierwohl liegt den europäischen Bürgerinnen und Bürgern am Herzen: 94 Prozent der Menschen sind der Meinung, dass Tierschutz von Nutztieren wichtig ist.

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