29.03.2021

Während der Osterhase zum Fest allerhand Naschereien und andere schöne Dinge bringt, landen Kaninchen oftmals als Braten auf der Festtafel. Was viele nicht wissen: Mastkaninchen stammen zum Großteil aus Käfighaltung. Die Tiere haben dort keinen Bewegungsfreiraum und fristen ihr Dasein auf Gitterböden. Der Bremer Tierschutzverein rät daher dazu, auf tierfreundliche Alternativen zum Osterfest zurückzugreifen.

„Für den Verbraucher, der Kaninchenfleisch im Supermarkt kauft, ist leider meist nicht zu erkennen, woher das Fleisch stammt. Kommerziell gehaltene Kaninchen leben in der Regel in engen Drahtkäfigen – eine Haltung, die absolut tierschutzwidrig ist und die man nicht unterstützen sollte“, so Brigitte Wohner-Mäurer, Vorsitzende des Bremer Tierschutzvereins.

Mastkaninchen, die sich das natürliche, bewegungsfreudige Verhalten ihrer wilden Vorfahren bewahrt haben, sind in der Mast meist in eintönige, enge Käfige gepfercht. Sie leiden unter dem geringen Platzangebot und ungenügenden Rückzugsmöglichkeiten. Die Haltung auf perforierten Böden kann zu Pfotenverletzungen und –geschwüren führen. Hinzu kommen Verhaltensstörungen, wie Aggressivität oder Stereotypien, die durch das mangelnde Platzangebot und nicht ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten hervorgerufen werden.

Auch auf Lammfleisch sollten die Verbraucher verzichten. Auch wenn einheimisches Lammfleisch oftmals aus kleineren Betrieben stammt, bleibt den Babies aber ein trauriges Ende im Schlachthof nicht erspart. "Besonders zu Ostern steigt die Nachfrage nach Lammfleisch enorm", so Frau Wohner-Mäurer. "Die Lämmer sind gerade mal wenige Monate alt, wenn sie von ihren Müttern getrennt und geschlachtet werden."

Tierfreundlichere Alternativen
Wirklich tierfreundliche Alternativen sind daher fleischfreie Festtagsessen. Der konsequenteste Weg zu mehr Tierschutz ist eine vegane, also rein pflanzliche Ernährung. Rezepte finden sich zahlreich in Kochbüchern und im Internet: Nuss-, Maronen- und Pilzbraten oder auch ein veganer „Falscher Hase“ sind beispielsweise leckere Varianten zum Fest. Darüber hinaus gibt es viele weitere Oster-Rezepte, zum Beispiel für einen tierfreundlichen Osterbrunch. So sind unter anderem auch der süße Hefezopf oder das klassische „Osterlamm“ im Handumdrehen vegan zubereitet.

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