05.02.2021

Es wird noch kälter in Deutschland. Für die kommende Woche sind Minustemperaturen angekündigt. Der Bremer Tierschutzverein appelliert daher an alle Tierfreunde, Rücksicht auf die Tiere zu nehmen und Hunde oder andere Haustiere keinesfalls allein im Auto zu lassen.

Dass Hunde im Sommer nicht allein im Auto bleiben sollen, ist allgemein bekannt. Doch auch die eisigen Temperaturen im Winter können den Vierbeinern zu schaffen machen. Hunde sollten daher auf keinen Fall allein im Auto zurück gelassen werden. In Rüdesheim musste bereits vor einigen Tagen ein Hund von der Polizei aus einem Fahrzeug befreit werden.

„Hunde haben nicht mehr das Fell eines Wolfes, ihnen fehlt die wärmende Unterwolle“, so Brigitte Wohner-Mäurer, Vorsitzende des Bremer Tierschutzvereins. „Auch wenn das Fahrzeug gut durchgeheizt wurde, kühlt es rasend schnell ab. Da sich die Tiere zudem im Auto nicht groß bewegen können, sind sie schutzlos der Kälte ausgesetzt.“

Beim Spaziergang sind die meisten Hunde durch ihr Fell vor der Kälte geschützt. Nur bei einem kranken Hund oder einem Tier mit sehr kurzem Fell kann ein artgerechter, gut sitzender Mantel oder Pullover während des Gassigehens sinnvoll sein. Spaziergänge mit Hund sollten eher kürzer ausfallen, dafür sollte man lieber öfter raus. Im Idealfall entscheiden Hund und Katze selbst, wie oft und wie lange sie sich im Kalten aufhalten. Katzenbesitzer sollten daher darauf achten, dass Freigänger-Katzen jederzeit wieder zurück in die Wohnung oder ins Haus kommen können.

Empfindliche Hundepfoten können zum Schutz vor Streusalz vor dem Spaziergang mit Melkfett oder Vaseline eingerieben und nach dem Gassigehen mit lauwarmem Wasser abgespült werden. Winterschuhe oder -socken sind nicht geeignet, da die Pfoten sensible Tastorgane sind und die Bewegung der Tiere eingeschränkt wird. Nur wenn es tierärztlich angeordnet ist, sollten Hunde Schuhe oder Socken tragen.

Der Bremer Tierschutzverein bittet zudem alle Tierfreunde, unsere gefiederten Freunde nicht zu vergessen. Die Vögel finden bei Frost keine Nahrung, daher sollte man, wenn möglich, entsprechendes Futter bereit stellen. Wichtig ist allerdings, dass die Futterplätze regelmäßig gereinigt werden.

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