14.07.2021

Am 15. Juli 2021 endet die offizielle Brut- und Setzzeit in Bremen und Niedersachsen. Der Bremer Tierschutzverein appelliert aber sowohl an alle Hundebesitzer als auch an die Landwirte, weiterhin Rücksicht auf Wildtiere zu nehmen. In vielen Fällen ist der Wildtier-Nachwuchs noch nicht groß genug, um eigenständig zu fliehen.

Derzeit werden vielerorts Wiesen und Weiden gemäht – leider oftmals, ohne den Tieren eine Chance zu geben, ein anderes Versteck aufzusuchen. Vor allem junge Hasen und Rehe ducken sich bei Gefahr und kauern regungslos am Boden, was ihnen beim Mähen zum Verhängnis wird. Die Maschinen zerstören Nester und Gelege von Vögeln, die auf Wiesen brüten. Viele dieser Vögel stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten, beispielsweise Kiebitz, Feldlerche, Bekassine und Wachtelkönig.

Tier- und Umweltschützer plädieren daher dafür, erst ab August zu mähen, da die vor allem die Rehkitze erst dann einen eigenen Fluchtinstinkt entwickelt haben. Wer trotzdem mähen will, sollte unbedingt entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Für die Hunde gilt nun auch wieder außerhalb des bebauten Stadtgebietes – Leinen los, um ihren Bewegungsdrang auszuleben. „Freilauf ohne Leine ist eine wichtige Voraussetzung für die artgerechte Haltung und sozialverträgliche Erziehung von Hunden“, so Brigitte-Wohner-Mäurer, Vorsitzende des Bremer Tierschutzvereins. „Wir bitten trotzdem alle Hundebesitzer, auf ihre Vierbeiner zu achten, wenn sie in Gebieten unterwegs sind, in denen Wildtiere mit ihrem Nachwuchs leben. Hunde mit ausgeprägtem Jagdtrieb könnten die Tiere aufspüren und sie in Panik versetzen. Dies kann sowohl für die Wildtiere wie auch für die Hunde gefährlich werden".

Der Bremer Tierschutzverein appelliert zudem weiterhin an die Bremische Bürgerschaft, zeitnah ausreichende Freilaufmöglichkeiten in allen Stadtteilen zu schaffen.

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