23.12.2014

Bremer Tierschutzverein gibt Tipps

 

Die Weihnachtszeit ist nicht nur für Kinder aufregend, sondern auch für Haustiere:

Weihnachtsbaum, Geschenkpapier, Lametta und Leckereien von der Festtafel sind Verlockung

und Gefahr zugleich. Der Bremer Tierschutzverein  hat einige Tipps zusammengestellt, wie Weihnachten für Mensch und Tier stressfrei bleibt.

 

Tierhalter  sollten sich  vorher gut überlegen, ob z.B. ihr Hund mit auf eine Feier kommt. Falls er doch zuhause bleibt, sollten die Besitzer darauf achten,  dass er nicht an Reste der Speisetafel kommt oder am Weihnachtschmuck knabbert. Kommt Besuch, sollte man z.B. Kindern zeigen, wie man sich im Umgang mit den Tieren richtig verhält: so reagieren beispielsweise Meerschweinchen auf das Hochheben mit viel Stress und Panik.

 

Viele Menschen wollen ihren geliebten Tieren zu Weihnachten eine Freude bereiten, oft auch mit

speziellen Leckereien. Kleintiere vertragen allerdings keine spontanen Futterumstellungen, daher

sollten Tierhalter den gewohnten Speiseplan beibehalten. Meerschweinchen freuen sich jetzt im

Winter allerdings über zusätzlichen, Vitamin-C -haltigen Brokkoli oder über ein wenig Chicorée.

Sind die Tiere daran nicht gewöhnt, sollten nur geringe Mengen verfüttert werden. Über

fettreichere Leckerlies, wie unbehandelte Nüsse, freuen sich Goldhamster. Diese sollten jedoch nur

in Maßen verfüttert werden. Brot, Gebäck, Essensreste und Süßigkeiten dagegen sind völlig

ungeeignet. Auch Hunde und Katzen sollten keine gewürzten Speisen bekommen.

Verletzungsgefahr droht bei splitternden Geflügelknochen oder Fischgräten.  Richtig giftig ist für die

Tiere Schokolade. Schon eine geringe Menge des in der Kakaobohne enthaltenen Wirkstoffs

Theobromin kann zu schweren Vergiftungserscheinungen führen.

 

Weihnachtliche Gefahrenquellen

 

Eine mögliche Gefahrenquelle sind Pflanzen wie Amaryllis, Weihnachtsstern, Stechpalmen,

Christrosen oder Misteln. Diese enthalten für Haustiere giftige Substanzen und sollten daher

außer Reichweite stehen. Ein Weihnachtsbaum fasziniert vor allem Katzen und Hunde. Steht er

mitten im Raum, kommt es häufig zu Unfällen, weil Tiere den Baum anspringen und eventuell

auch umstoßen können. Am besten ist es, den Baum in eine Ecke zu stellen und gut zu befestigen.

Baumschmuck aus Naturmaterialien, wie z.B. Stroh oder Holz  ist ungefährlicher als bleihaltiges Lametta und leicht zerbrechliche Glaskugeln. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass der Baumschmuck nicht verschluckt werden kann. Eine LED-Lichterkette ist besser als Wachskerzen, um Bränden vorzubeugen.  Noch besser sind natürlich kabellose LED Kerzen. Auf Duftöle und Schneespray sollten Tierhalter wegen giftiger Inhaltstoffe verzichten, denn Haustiere lecken durchaus daran.

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