05.05.2020

Bremer Tierschutzverein und Stadttauben Bremen e.V.

setzen Belohnung für sachdienliche Hinweise aus

 

In den letzten Wochen gab es vermehrt Fälle, in denen schwer verletzte Stadt- und Ringeltauben mit Schussverletzungen gefunden wurden. Einige Vögel mussten tierärztlich behandelt werden, doch mehrere Tauben haben die Angriffe nicht überlebt. Der Bremer Tierschutzverein und der Verein Stadttauben Bremen haben jetzt eine Belohnung in Höhe von EUR 500,- ausgesetzt, um den oder die Täter zu finden.

Stadttauben sind Nachkommen entflogener Haustauben, für deren Wohlbefinden der Mensch die Verantwortung trägt. Leider sind viele Menschen diesen anpassungsfähigen und intelligenten Vögeln gegenüber eher negativ eingestellt. "Doch nur aus Frust oder Lust am Töten auf wehrlose Vögel zu schießen, ist tierschutzwidrig und ethisch in keinster Form vertretbar", so Brigitte Wohner-Mäurer, Vorsitzende des Bremer Tierschutzvereins. "Zudem könnten bei solchen Aktionen auch Kinder oder andere Tiere gefährdet sein. Wir haben daher jetzt eine Belohnung für sachdienliche Hinweise, die zur Überführung des Täters durch die zuständigen Behörden führen, ausgesetzt."

Die meisten verletzten Tauben wurden in der Admiralstraße / Ecke Herbststraße gefunden, aber auch am Brill und in der Neustadt gab es Tauben mit Schussverletzungen. Der Bremer Tierschutzverein bittet daher die Bevölkerung, speziell in diesen Gebieten auf verletzte Tiere zu achten und eventuelle Beobachtungen möglichst umgehend dem Tierheim mitzuteilen.

Durch große Stadttaubenschwärme in den Innenstädten fühlen sich viele Menschen belästigt oder befürchten die Übertragung von Krankheiten. Dabei ist letzteres unbegründet: Die gesundheitliche Gefährdung durch Tauben ist nicht größer als die durch andere Zier- und Wildvögel oder Haustiere.

Viele Menschen versuchen die Tauben mit Netzen, Spikes - Spitzen auf Simsen und Dächern - oder das Aufstellen von Attrappen von Gebäuden zu vertreiben. Immer wieder werden die Vögel gezwungen, sich neue Nistplätze zu suchen.

Die einzige tiergerechte Lösung ist ein integriertes Konzept zum Zusammenleben von Tauben und Menschen in den Städten. Zu der wichtigsten Maßnahme bei einer tiergerechten Bestandesregulierung gehört unter anderem die Einrichtung von geeigneten Nistmöglichkeiten, die für die Tauben attraktiv sind und in denen durch ein Austausch der Gelege der Bestand der Tauben reguliert werden kann. Deshalb sollten für die Tiere Taubenhäuser/-türme errichtet werden.

Der Energiekonzern swb hat im letzten Jahr bereits mit Unterstützung des Bremer Tierschutzvereins ein Pilotprojekt gestartet und einen Taubenschlag errichtet. Doch auch in der Stadt sollten Taubenschläge entstehen, um das Miteinander von Menschen und Tauben zu erleichtern.

Bislang werden die Tiere vom Verein Stadttauben Bremen e.V. versorgt. Die Ehrenamtlichen füttern die Tiere und entsorgen die Futterreste in Absprache mit dem Ordnungsamt. Wünschenswert wäre aber auch hier ein langfristiges Konzept, das Menschen und Tiere zufrieden stellt.

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