25.01.2021

Unerwünschter tierischer Katzennachwuchs - ein Problem, mit dem das Bremer Tierheim immer wieder konfrontiert wird. Der Bremer Tierschutzverein appelliert daher an alle Katzenhalter, ihre Tiere unbedingt kastrieren zu lassen.

Allein in Deutschland leben rund zwei Millionen Katzen auf der Straße, in Hinterhöfen oder in stillgelegten Industriegebäuden. Diese frei lebenden Katzen führen einen harten Kampf ums Überleben. Alle Straßenkatzen stammen ursprünglich von Hauskatzen ab, die nicht kastriert wurden.

Viele von ihnen sind krank und unterernährt. Denn die Samtpfoten sind Haustiere und nicht gemacht für das Leben in Freiheit. Trotzdem bekommen auch diese Katzen mehrmals im Jahr Nachwuchs. Gerade im Frühsommer gibt es jedes Jahr eine Flut von Katzenkindern. Besonders auffällig war die Situation im letzten Jahr. Fast täglich wurden Katzenmütter mit ihrem Nachwuchs oder verwaiste Katzenbabys im Tierheim abgegeben.

Dabei ist es in Bremen für Tierhalter schon seit zehn Jahren Pflicht, Freigänger-Katzen kastrieren zu lassen. Aber auch Katzenhalter, die ihre Tiere in der Wohnung halten, sollten ihre Tiere kastrieren lassen, wenn sie mehrere Tiere besitzen. Zudem sollten die Tiere selbstverständlich gechippt und in einem Haustierregister registriert sein.

Der Bremer Tierschutzverein und die Katzenhilfe Bremen arbeiten eng zusammen, um die Population der frei lebenden Katzen durch Kastrationen zu reduzieren. So werden jedes Jahr ca. 700 - 800 Katzen kastriert.

Da sich viele dieser sehr scheuen Tiere nicht mehr an den Menschen gewöhnen, gibt es nur die Möglichkeit den Tieren ihr Leben zu erleichtern. Die Katzenhilfe Bremen betreut daher die frei lebenden Katzen an fast 500 kontrollierten Futterstellen. Diese Anlaufstellen geben ihnen die Möglichkeit, die Anzahl und den Gesundheitszustand der Tiere zu überprüfen. Bei Kastrationsaktionen werden die Katzen eingefangen, medizinisch versorgt, geimpft, unter Narkose kastriert, gekennzeichnet, registriert und anschließend in ihrem angestammten Revier wieder freigelassen. Neuzugänge an den Futterstellen werden an kontrollierten Futterstellen gleich erkannt und ebenfalls kastriert. Auf diese Weise vermehren sich die frei lebenden Katzen nicht immer weiter.

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