29.12.2018

Rücksicht auf die Tiere nehmen

Für viele Menschen bedeutet das jährliche Feuerwerk Spaß, für Tiere dagegen oft Stress. Der Krach ist besonders für Hunde und Katzen belastend, da sie ein wesentlich feineres Gehör haben als Menschen. Bei vielen Vierbeinern löst die Knallerei sogar Panik aus. Der Bremer Tierschutzverein gibt Tipps, damit die Tiere gut ins neue Jahr kommen.  

So sollten Hunde in bewohnten Gebieten nur noch angeleint ausgeführt werden, denn verfrühte Kracher könnten sie in panischem Schrecken davonlaufen lassen. Am Silvesterabend selbst sollten Türen und Fenster geschlossen sein, gegebenenfalls können auch Rollos heruntergelassen werden, um den Lärm und das Blitzgewitter ein wenig zu dämpfen. Katzen mit Freigang sollten am Silvesterabend unbedingt im Haus bleiben. Idealerweise sollte für Hunde, Katzen, Vögel, Meerschweinchen und andere Kleintiere ein ruhiger Platz in einem Raum geschaffen werden, der nicht direkt zur Straßenseite liegt. Vogel- und Kleintierkäfige sollten dabei weit vom Fenster entfernt stehen und zusätzlich durch ein großes Tuch abgedeckt werden.

Beruhigungsmittel sollten ausschließlich in Absprache mit dem Tierarzt verabreicht werden und nur dann, wenn bekannt ist, dass das Tier extrem ängstlich auf laute Geräusche reagiert. Meist reicht es schon, wenn eine vertraute Bezugsperson an einem solchen Abend bei den Tieren bleibt und ihnen als souveräner „Rudelführer“ durch einen bewusst ruhigen und entspannten Umgang Sicherheit vermittelt. Keinesfalls sollte man das Tier trösten, da es sich so in seiner Furcht nur bestätigt fühlt. Hilfreich kann es sein, gewohnte Spielrituale bei Hund und Katze durchzuführen, die die Haustiere ablenken und die vermeintliche Stresssituation in eine entspannte Atmosphäre wandeln. Insgesamt hilft es den Tieren, wenn die übliche Tagesroutine eingehalten wird.

„Am besten ist es natürlich, ganz auf das Feuerwerk und die Knallerei zu verzichten“, so Brigitte Wohner-Mäurer, Vorsitzende des Bremer Tierschutzvereins. „Generell sollte sich jeder fragen, ob es sinnvoll ist, viel Geld für ein scheinbares Vergnügen auszugeben. Schön wäre es,  das eingeplante Geld nicht komplett in die Luft zu schießen, sondern sinnvollen Zwecke und Einrichtungen, wie dem Bremer Tierschutzverein und dem Tierheim zu spenden.“

 

In der Nähe von Waldrändern, auf Waldlichtungen, in Parkanlagen oder Höfen mit Tierhaltung Raketen und Böller abzuschießen, sollte ohnehin tabu sein: Scheue Wildtiere in Wald und Flur reagieren besonders sensibel auf laute Geräusche. Auch bei Pferden und Rindern, die auf Weiden gehalten werden, besteht die Gefahr, dass sie in Panik geraten und sich verletzten oder ausbrechen.

 

 

 

 

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