04.01.2023

Tiere als Weihnachtsgeschenk, Welpen, die keiner mehr haben möchte und Fundtiere, die ausgesetzt oder vor den Silvestertagen weggelaufen sind - seit einigen Tagen ist wieder einmal Hochsaison im Tierheim.

Es ist eine traurige Bilanz, die das Bremer Tierheim gerade ziehen muss. Allein zwischen Weihnachten und Neujahr mussten über 30 Tiere neu aufgenommen werden. Dabei handelt es sich aber nicht um die üblichen kleinen Ausreißer, die vor und zu Silvester in Panik weggelaufen sind, sondern um ausgesetzte Tiere, Fund- und Abgabetiere sowie Sicherstellungen.

Insgesamt 9 Welpen  wurden einfach abgegeben, ein Hund wurde angebunden gefunden, ein Hund landete verletzt in der Tierklinik und die Besitzer wollen ihn nicht mehr zurück haben. Hinzu kommen sieben Zebrafinken und drei Mäuse, die ausgesetzt wurden sowie zwei weitere Hunde aus Sicherstellungen. Von 9 Fundtieren wurden bislang nur zwei wieder abgeholt.

Wie viele Tiere aufgrund der Böllerei vor und an Silvester in Bremen und dem Umland noch vermisst werden, ist bislang nicht bekannt. Doch schon seit Weihnachten häufen sich die Suchmeldungen in den sozialen Medien.

Das Haustierregister Tasso e.V. spricht von einem traurigen Rekord zum Jahreswechsel. Auch wenn bislang noch keine endgültigen Zahlen vorliegen, ist die vorläufige Bilanz erschreckend. Allein in der Silvesternacht wurden bundesweit über 500 Hunde als entlaufen gemeldet, 416 konnten inzwischen zurück an ihre Besitzer gegeben werden. Von 387 Katzen sind 258 wieder Zuhause.

Auch diese Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, das Haustier chippen und registrieren zu lassen. Nur so können die Hunde und Katzen möglichst schnell wieder ihren Besitzern zugeordnet werden. Auch die Polizei ist inzwischen mit Chiplesegeräten ausgestattet und kann die Halter informieren, so dass die Tiere gar nicht erst ins Tierheim gebracht werden müssen.

"Angesichts dieser traurigen Bilanz sowie der unbeschreiblichen Vorfälle in Berlin fordern wir die Politik auf, diese sinnlose Böllerei von jedermann zu verbieten - zum Schutz von Mensch und Tier", so Brigitte Wohner-Mäurer, Vorsitzende des Bremer Tierschutzvereins.

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