27.05.2019

Vorbeugung und Umdenken kann unzählige Tierleben retten

In diesen Tagen werden wieder vielerorts Wiesen und Weiden gemäht – eine gefährliche Zeit für unzählige Wildtiere, die in den Feldern ein vermeintlich sicheres Versteck gefunden haben. Der Bremer Tierschutzverein macht auch dieses Jahr wieder mit einer Plakataktion auf die Gefahren aufmerksam und appelliert  an alle Landwirte, vor dem Mähen unbedingt Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Schätzungen zufolge sterben durch die Mähfahrzeuge jährlich mindestens 500.000 Wildtiere - darunter allein 100.000 Rehkitze. „Tausende Tiere könnten vor dem grausamen Tod bewahrt werden, wenn Landwirte entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen würden“,  so Brigitte Wohner-Mäurer, Vorsitzende  des Bremer Tierschutzvereins. „ Zudem  ist ein Umdenken in der Landwirtschaft dringend erforderlich, denn durch eine angepasste Mahd haben Wildtiere mehr Chancen, sich aus den Wiesen und Feldern zurückzuziehen.“

Neben Amphibien, Reptilien und unzähligen Insekten fallen vor allem Rehkitze, Junghasen sowie Jungvögel von Bodenbrütern der jährlichen Ernte zum Opfer. Die Gefahr, die von modernen Mähwerkzeugen auf den Feldern ausgeht, können die Tiere nicht abschätzen. Viele Wildtiere haben Felder und Wiesen als Unterschlupf gewählt. Besonders Ricken lassen im vermeintlichen Schutz des hohen Grases ihre Kitze zurück. Die Tiere sind angesichts des plötzlich auftretenden Lärms und dem Anrücken von landwirtschaftlichen Maschinen hilflos. Geduckt geraten sie unter die scharfen Klingen der Mähmaschinen und erleiden schwere Verletzungen, die oftmals tödlich sind.

Maßnahmen zur Rettung der Wildtiere

 

 

Landwirte stehen hier in einer besonderen Verantwortung und sollten frühzeitig entsprechende Maßnahmen vorsehen. Möglichkeiten, um Wildtiere von Wiesen und Feldern zu vertreiben, gibt es viele: große Scheuchen mit blinkenden Bändern, Luftballons und Windräder sowie lautstarke „Wildretter“, die in regelmäßigen Abständen schrille Pfeiftöne erzeugen. Weitere technische Hilfsmittel sind mit Kameras und Infrarotdetektoren ausgestattete ferngesteuerte Fluggeräte, welche helfen können, Tiere aufzuspüren.

Zudem sollten die Landwirte den Zeitpunkt der geplanten Ernte mit den Jagdpächtern oder Tierschützern  koordinieren. So können im Vorfeld bevorzugte Vogelbrutplätze oder Ablageorte der Wildtiere gezielt kontrolliert werden.  Wird man fündig, kann das Mähen entweder um einige Tage verschoben werden, bis die Jungtiere fluchtfähig sind, oder die Tiere werden aus der Wiese getragen, für die Zeit des Mähvorgangs gesichert und dann wieder freigelassen. Auch beim Mähen selbst gibt es schonende Möglichkeiten die Leben retten können: schon eine höher eingestellte Schnitthöhe schützt viele duckende Wildtiere. Wenn von innen nach außen gemäht wird, können zumindest einige Tiere fliehen.

Zudem sollten die Landwirte den Zeitpunkt der geplanten Ernte mit den Jagdpächtern oder Tierschützern  koordinieren. So können im Vorfeld bevorzugte Vogelbrutplätze oder Ablageorte der Wildtiere gezielt kontrolliert werden.  Wird man fündig, kann das Mähen entweder um einige Tage verschoben werden, bis die Jungtiere fluchtfähig sind, oder die Tiere werden aus der Wiese getragen, für die Zeit des Mähvorgangs gesichert und dann wieder freigelassen. Auch beim Mähen selbst gibt es schonende Möglichkeiten die Leben retten können: schon eine höher eingestellte Schnitthöhe schützt viele duckende Wildtiere. Wenn von innen nach außen gemäht wird, können zumindest einige Tiere fliehen.

 

 

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