Meldung erstellt: 21. Mai 2013
Der Bremer Tierschutzverein und der Deutsche Tierschutzbund appellieren an die Landwirte, durch umsichtiges Verhalten sicherzustellen, dass der grausame Mähtod von Wildtieren auf der Weide vermieden wird. Jedes Jahr sterben circa eine halbe Million Wildtiere auf diese Art und Weise. Sie werden von den Messern landwirtschaftlicher Mähwerke erfasst, verstümmelt oder getötet. Besonders neu geborene Rehkitze sind gefährdet, da sie von den Ricken ins hohe Gras abgesetzt werden. Dort suchen sie die Jungtiere in den ersten Wochen nur kurz auf, um sie mit Nahrung zu versorgen. Der Deutsche Tierschutzbund hat Tipps für einen effektiven Tierschutz während der Mähzeit zusammengefasst.
Landwirte, deren Landmaschinen noch nicht über entsprechende Sensoren zum Aufspüren von Wildtieren verfügen, sollten vor dem Mähen die Felder systematisch begutachten, um sicherzustellen, dass sich dort keine Tiere mehr aufhalten. Zudem ist es ratsam, Wiesen und Weiden immer von innen nach außen zu mähen, um Fluchtmöglichkeiten zu bieten. Am Tag vor dem Mähen können die Tiere durch Stangen mit flatternden Tüchern oder auch Blinklampen gewarnt werden. Die Muttertiere nehmen diese Störung wahr und verlassen mit ihren Jungen das Feld. Vor dem Mähen können Tiere auch durch akustische Signale von den Wiesen vertrieben werden. Dazu eignen sich zum Beispiel Flatterbänder, die bei Wind entsprechende Geräusche machen. Auch Vorrichtungen zur Schallerzeugung können gerade für die Rettung ältere Jungtiere erfolgreich eingesetzt werden.
Förster oder Vogelkundler können bei einer Begehung Nester von Bodenbrütern ausfindig machen und retten. Im Zweifelsfall sollten Landwirte sich Rat und Hilfe bei Umwelt- und Tierschutzorganisationen bzw. den zuständigen Behörden holen.
Für viele Wildtiere wie Rehe, Feldhasen und Bodenbrüter dienen Felder und Wiesen als Unterschlupf und Lebensraum, aber auch Amphibien, Reptilien und Insekten sind betroffen. Besonders Ricken lassen im vermeintlichen Schutz des hohen Grases ihre Kitze zurück. In Panik und Angst sind die Tiere angesichts des plötzlich auftretenden Lärms und dem Näherrücken von landwirtschaftlichen Maschinen hilflos. Geduckt geraten sie unter die scharfen Klingen der Mähmaschinen, erleiden schwere Verletzungen, die oftmals tödlich sind.
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www.tierschutzbund.de
Meldung erstellt: 15. Mai 2013
Heute Anhörung zu Verbot der Delfinhaltung in Zoos – Tierschutzbund kritisiert Todesdrohungen der Zoodirektoren
Im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ELV) des Bundestages findet heute eine Anhörung zu einem möglichen Verbot der tierquälerischen Delfinhaltung in deutschen Zoos statt. Nachdem der Allwetterzoo Münster sein Delfinarium geschlossen hat, fordert der Deutsche Tierschutzbund die Zoos in Duisburg und Nürnberg auf, dem Beispiel zu folgen. Die erschreckende Bilanz der Delfinhaltung bisher: Zahlreiche Todesfälle und auch nach Jahrzehnten noch immer keine nachhaltige Zucht. Allein in Nürnberg sind 80 Prozent aller Jungtiere direkt bei der Geburt oder kurz danach verstorben. Artgemäßes Sozialverhalten ist in den kleinen Zoobecken unmöglich. Der Deutsche Tierschutzbund befürwortet daher ein Verbot. Scharf kritisiert der Verband die Drohgebärden des Präsidenten des Verbands Deutscher Zoodirektoren (VDZ), Delfine bei einem Haltungsverbot einschläfern zu wollen.
„Delfinhaltung hat nichts mit Tier- oder Artenschutz zu tun. Im Gegenteil: Mit dem Geld, das Bau und Unterhalt solcher Anlagen kostet, wäre eine Menge zum Schutz der Tiere in freier Wildbahn möglich gewesen. Und auch wenn der Nürnberger Zoo sein Delfinbecken ausgebaut hat, es bleibt für die Tiere eine Qualhaltung“ so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Darüber hinaus kritisiert Schröder die Panikmache durch den Präsidenten des VDZ: „Offenbar ist den Zoos bewusst, wie problematisch die Haltung ist. Die Tötungsdrohung ist anscheinend ihr letztes Mittel, die Politik unter Druck zu setzen. Verantwortungsbewusstsein, Moral oder Empathie sind hier gleich Null. Der Präsident des Verbandes der Zoodirektoren, Thomas Kauffels, zeigt sein wahres Gesicht. Was wir brauchen, sind jetzt Übergangslösungen, bei denen die Zoos auf Nachzuchten oder Neuaufnahmen verzichten und alles dafür tun, die noch verbliebenen Tiere unter möglichst besten Bedingungen unterzubringen. Die Zoos wären gut beraten, an konstruktiven Lösungen im Sinne des Tierschutzes mitzuarbeiten.“ Auswildern ist für diese Tiere leider keine Option, da sie entweder schon zu lange in Gefangenschaft sind oder nie gelernt haben, sich selbst zu ernähren. Eine betreute Meeresbucht bzw. ein entsprechendes Becken im Meer wäre die wahrscheinlich artgerechteste Alternative.
Delfinhaltung als Auslaufmodell in der Zootierhaltung
Nicht ohne Grund wurden in den letzten Jahrzehnten in Europa reihenweise derartige Anlagen geschlossen. Und auch in Deutschland sind von neun ehemaligen Delfinarien mittlerweile nur noch die Haltungen in Duisburg und Nürnberg übrig geblieben. In der Schweiz verabschiedete das Parlament erst vor wenigen Monaten ein Importverbot und besiegelte damit mittelfristig das Ende des letzten dort verbliebenen Delfinariums.
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Quelle: Deutscher Tierschutzbund
Meldung erstellt: 08. Mai 2013
Nach wie vor starker Anstieg der Katzenpopulation im Frühjahr – bedrohliche Lage für die Tierheime
Die mehr als 500 Tierheime des Deutschen Tierschutzbundes rechnen in den nächsten Wochen vermehrt mit Katzenbabys, den sogenannten Maikätzchen. Pro Jahr werden bundesweit mehr als 130.000 Katzen in den Tierheimen aufgenommen sowie zusätzlich frei lebende Tiere und ihr Nachwuchs an Futterstellen versorgt. Letztere stammen ursprünglich alle von in Haushalten lebenden Freigängerkatzen ab, deren Fortpflanzung nicht kontrolliert wurde. Deshalb appellieren die Tierschützer an alle Katzenbesitzer, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Nur eine bundesweite Kastrationspflicht kann das Katzenelend verhindern. Die Kastration frei lebender Tiere muss durch Bund, Länder und Kommunen finanziell unterstützt werden.
In Bremen gilt die Kastrationspflicht bereits, doch inwieweit Tierhalter sie auch umsetzen, ist ungewiss. Daher rechnet auch das Bremer Tierheim mit jeder Menge Nachwuchs von kleinen Straßentigern.
\"Wir appellieren daher auch weiterhin an die Tierhalter, ihre Katzen frühzeitig kastrieren zu lassen\", so Wolfgang Apel, Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins. Tiere frühzeitig beim Tierarzt kastrieren zu lassen.\"
Katzen können im Jahr zwei- bis dreimal jeweils vier bis sechs Junge bekommen. Oft droht den Tieren dann ein langer Leidensweg bis hin zum qualvollen Tod. Aufgrund des dramatischen Populationsanstiegs entsteht häufig eine Nahrungsknappheit, die zu Hunger und Mangelerscheinungen führt. Viele Tiere leiden zudem unter Infektionskrankheiten und Parasitenbefall.
Darüber hinaus sollte jedes Haustier eindeutig mit einem Mikrochip gekennzeichnet und beim Deutschen Haustierregister (www.registrier-dein-tier.de) kostenfrei eingetragen werden. Nur so kann das Tier bei Verlust eindeutig identifiziert und dem Besitzer zurückgeführt werden.
Meldung erstellt: 06. Mai 2013
Wildtiere leiden im Zirkus
Seit dem 26. April 2013 gastiert der „Circus Belly“ wieder in Bremen. Der Zirkus führt Wildtiere mit sich, die zur Belustigung der Zuschauer zur Schau gestellt werden. Der Bremer Tierschutzverein appelliert daher dringend an die Bevölkerung, diese Tierquälerei nicht zu unterstützen und die Veranstaltungen nicht zu besuchen. Am kommenden Mittwoch werden die Tierschützer zudem vor Ort sein, um auf das Tierleid aufmerksam zu machen.
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Eine artgerechte Haltung von Wildtieren ist im Zirkus nicht möglich. Der Bremer Tierschutzverein und der Deutsche Tierschutzbund kämpfen daher schon lange für ein Verbot von Wildtieren in der Manege. Nachdem der Bundesrat im November 2011 ein Haltungsverbot für bestimmte Tierarten beschlossen hatte, folgte auch Bremen kurz darauf diesem Beispiel. Im Dezember 2011 wurde in der Stadtbürgerschaft beschlossen, ein Gesetz zu erlassen, das den Auftritt von Wildtieren im Zirkus auf öffentlichen Plätzen zukünftig untersagt.
Dies gilt für Zirkusse, die u.a. folgende Tiere halten: Alligatoren, Antilopen und antilopenartige Tiere, Amphibien, Bären, Delfine, Elefanten, Flamingos, Flusspferde, Geparden, Giraffen, Greifvögel. Jaguare, Krokodile, Löwen, Menschenaffen, Nashörner, Pinguine, Riesenschlangen, Robben und robbenartige Tiere, Tiger, Tümmler, Wölfe und Zebras.
Wildtiere im Zirkus leiden u.a. unter den ständigen Transporten, zumeist unzureichender Unterbringung aufgrund der beschränkten infrastrukturellen Möglichkeiten am Gastspielort, mangelhafter oder fehlender artgemäßer Beschäftigung sowie zum Teil artwidrigen Dressuren und Vorführungen.
Trotz dieses Beschlusses gastiert „Circus Belly“ der unter anderem Tiger, Krokodile, Schlangen und sogar einen Schimpansen – eine einmalige Tierquälerei in Deutschland - mit sich führt, auf einem Privatgelände in Bremen. Dies ist möglich, weil das Wildtierverbot in Bremen derzeit nur für öffentliche Flächen gilt und Zirkusunternehmen grundsätzlich auf private Flächen ausweichen können. Der Bremer Tierschutzverein ist darüber entsetzt und erwartet von Eigentümern von Flächen, Zirkussen mit Wildtieren in Zukunft keine entsprechenden Flächen mehr zur Verfügung zu stellen.
Hierzu hat der Vorstand inzwischen auch einen offenen Brief an das Unternehmen Möbel Krieger GmbH & Co. KG geschickt, auf dessen Gelände „Circus Belly“ nun wiederholt gastiert.
„Wir bedauern es sehr, dass sich mit Möbel Krieger ein privater Eigentümer gefunden hat, der dem Zirkus die Fläche zur Verfügung stellt“, so Wolfgang Apel, Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins und Ehrenpräsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Aber Geld regiert die Welt, das sehen wir leider auch in diesem Fall wieder einmal. Was die Stadtbürgerschaft aus tierschützerischer Überzeugung abschaffen will, machen private Anbieter wieder zunichte. Wir können nur an die Bevölkerung appellieren, kein Geld für Tierquälerei auszugeben und die Veranstaltung zu boykottieren, um das Tierleid nicht zum eigenen Vergnügen zu unterstützen“, so Apel. „Auch Argumente, wie die Erhaltung einer Tradition
dürfen nicht als Vorwand für derartig tierquälerische Schauspiele gelten. Traditionen überholen sich, denken wir nur an die abgeschaffte Sklaverei oder Hexenverbrennung“, so Apel weiter. „Ebenso darf die eigene Existenz nicht als Vorwand für solche Darbietungen herangezogen werden.“
Der Bremer Tierschutzverein wird am Mittwoch, den 8. Mai 2013 ab 15 Uhr vor Ort sein und die Bevölkerung über das Tierleid informieren.
Meldung erstellt: 02. Mai 2013
Katzen und Singvögel: Realität und Panikmache
Eine Studie aus den USA wird als Beleg genutzt, um beweisen zu wollen, dass „Katzen wahre Vogel-Killer“ seien. Die Studie taugt zu einer solchen Beweisführung nicht, stellt der Deutsche Tierschutzbund klar: Geringe Stichprobenzahlen, fehlende Übertragbarkeit auf andere
Landschaftstypen und fehlerhafte Berechnungen des Anteils der durch Katzen verursachten Todesfälle bei Jungvögeln zeigen, auf welch tönernen Füßen die zitierte Studie steht. Zwar dürfe die Jagd von Katzen auf Singvögel nicht verharmlost werden. Aber der Deutsche Tierschutzbund stellt auch klar, dass in erster Linie der Mensch mit
seinem Umgang mit Natur und Umwelt ursächlich dazu beiträgt,Lebensraum und Nahrung für Vögel zu verringern.
Die primären Gründe für den Rückgang bestimmter Vogelarten sind nicht Beutegreifer, wie Katzen, sondern weitreichende Veränderungen der Lebensräume der Vögel: wie beispielsweise die Intensivierung der Landwirtschaft, der Rückgang kleinbäuerlicher Strukturen und naturnaher
Flächen in Dörfern sowie die Gebäudesanierungen und Überbauung von Brachflächen in den Städten. „Wer die Studie benutzt, um die angeblich von Katzen ausgehenden Gefahren für die Vogelwelt zu belegen, argumentiert
unseriös“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, und: „Die jetzt laut werdenden Forderungen, nach Abschuss von Katzen oder einer Vogelschutzsteuer sind abstrus. Jäger schießen -
vorsichtig geschätzt - jährlich über hunderttausend Katzen ab, doch dies hat erkennbar keinen Einfluss auf die Vogelpopulationen. Die Jägerschaft sucht nur immer wieder nach neuen Gründen, um ihre Schießlust zu rechtfertigen, die Kommunen suchen immer neue Gründe, die Einnahmen zu steigern“. Zwar darf die Jagd von Katzen auf Singvögel nicht verharmlost werden, aber weder eine Steuer auf Katzen, die nur dazu führen würde, dass Tierhalter ihre Vierbeiner aus finanziellen Gründen abgeben oder aussetzen, noch der von Jägern präferierte Abschuss von Katzen sind zielführend. Aus Sicht des
Deutschen Tierschutzbundes bedarf es grundlegender Richtungsänderungen in der Landschaftspflege, um z.B. Vögeln genügend Lebensraum zu schaffen.Um den Bestand der frei lebenden Katzen langfristig zu verringern, braucht es begleitend eine nachhaltige, tierschutzgerechte Lösung, wie Kastrationsaktionen. Aber auch die in Privathaushalten lebenden Freigängerkatzen sollten kastriert werden, um die Katzenpopulationen nicht
ungewollt zu vergrößern. „Hier liegt die große Verantwortung der Kommunen,über entsprechende Verordnungen aktiv zu werden. Die aber wurde bisher
von zu wenigen wahrgenommen, da kommt so manchem Bürgermeister und auch Jäger die Studie offenbar gerade recht als Ausrede. Zudem müssen wir befürchten, dass eine Katzensteuer nur dazu führen würde, dass noch mehr
Katzen in den Tierheimen oder auf der Straße landen, auch die Steuer kann daher keine Lösung sein“, ergänzt Schröder.
Meldung erstellt: 30. April 2013
Obwohl die Stadt Bremen ein Verbot für Zirkusunternehmen mit Wildtieren auf öffentlichen Plätzen ausgesprochen hat, gastiert Circus Belly auch jetzt wieder auf einer Privatfläche am Weserpark. Dies ist möglich, da das Unternehmen Möbel Krieger GmbH und Co. KG die Fläche privat zur Verfügung gestellt hat. Der Vorstand hat daher jetzt einen offenen Brief an die Geschäftsleitung geschrieben, den wir hier in voller Länge veröffentlichen.
Bitte unterstützen Sie unsere Forderung, indem auch Sie sich direkt an das Möbelhaus wenden! Vielen Dank!
Möbel Krieger GmbH & Co.KG
Geschäftsführende Gesellschafterin
Frau Sonja Krieger
Genthiner Straße 40-46
10785 Berlin
Sehr geehrte Frau Sonja Krieger, sehr geehrte Damen und Herren,
auch in meiner Funktion als Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins e.V. wende ich mich heute an Sie persönlich. Vom 26. April bis zum 20. Mai gastiert der „Circus Belly“ auf Ihrem Gelände in der Nähe des Weserparks. Dieser Zirkus führt neben Reptilien wie Krokodilen und Schlangen auch Raubkatzen und sogar als einziger Wanderzirkus in Deutschland einen Schimpansen mit. Wie Ihnen möglicherweise bekannt ist, hat sich die Bremer Stadtbürgerschaft in ihrer Sitzung vom 13.12.2011 dafür ausgesprochen, dieses Verbot in Bremen auf das Mitführen sämtlicher Wildtiere nach dem Vorbild Österreichs auszuweiten und durchzusetzen. So sollen in Bremen zukünftig Zirkusunternehmen, die Wildtiere mit sich führen, keine öffentlichen Flächen mehr für Auftritte zur Verfügung gestellt werden. Aus Tierschutzsicht ist dieser Schritt äußerst begrüßenswert, da die enorm hohen Ansprüche von Wildtieren hinsichtlich Platzbedarf, Klima, Gruppenzusammensetzung, Ernährung und Pflege aber auch die notwendige Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten in reisenden Zirkussen grundsätzlich nicht oder nur völlig unzureichend erfüllt werden können.
Kontraproduktiv und diesem wichtigen politischen Signal entgegenstehend ist dagegen, wenn Zirkusunternehmen die Möglichkeit gegeben wird, auf private Flächen auszuweichen. Gerade angesichts der derzeit bundesweiten Diskussion um ein mögliches Wildtierverbot im Zirkus, sollten sich auch Unternehmen und Privatpersonen ihrer Verantwortung für den Tierschutz bewusst sein.
Wildtiere im Zirkus leiden unter anderem unter ständigen Transporten, zumeist unzureichender Unterbringung aufgrund der beschränkten infrastrukturellen Möglichkeiten am Gastspielort, fehlenden Winterquartieren, unzureichender medizinischer Betreuung durch versierte Fachtierärzte, monotoner und mangelhafter Beschäftigung, sowie zum Teil artwidrige Dressuren und Vorführung. Nicht umsonst hat sich der Deutsche Bundesrat am 25.11.2011 für ein Verbot bestimmter Wildtiere im Zirkus ausgesprochen und die Bundesregierung aufgefordert „insbesondere die Haltung von Affen, Elefanten, Großbären, Giraffen, Nashörnern und Flusspferden“ im Zirkus zu verbieten.
Aus Tierschutzsicht wäre es wünschenswert, wenn auch Sie ein Zeichen setzen und zukünftig davon absehen, Zirkussen mit Wildtieren entsprechende Flächen zur Verfügung zu stellen.
Als eine in Berlin ansässige Firma dürfte Sie es vielleicht interessieren, dass der Tierschutzverein für Berlin und ich in meiner dortigen Funktion als Präsident u.a. die Firma Ikea Deutschland GmbH & Co. KG überzeugen konnten, Zirkussen mit Wildtieren keine Fläche mehr zur Verfügung zu stellen. Dies war im letzten Jahr noch in Berlin-Lichtenberg der Fall.
Unsere 3000 Mitglieder in Bremen und unsere über 15.000 Mitglieder in Berlin orientieren sich beim Einkauf immer auch an den Tierschutz, ob es dabei um Intensivtierhaltung geht, um Kaufhäuser, die Pelze anbieten oder allgemein, um Firmen die wider dem Tierschutz handeln.
Sehr geehrte Frau Krieger, wir bitten Sie mit Nachdruck, künftig weder auf den Flächen Ihrer Möbelhäuser noch auf den von Ihnen verwalteten unternehmenseigenen Immobilien sowohl in Bremen, als auch in Berlin Zirkusunternehmen mit Wildtieren gastieren zu lassen. Wir sind uns sicher, dass eine derartige Entscheidung auch aus Sicht nachhaltiger Kundenbindung hohe Anerkennung bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern finden wird.
Wir werden unsere Aktion gegen die Haltung von Wildtieren in Zirkussen vehement fortsetzen und auch das fragwürdige „Tierschutz-Engagement“ der Unternehmen, die der Tierquälerei Vorschub leisten, öffentlich wirksam kritisieren.
Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns umgehend mitteilen würden, ob Möbel Krieger auch weiterhin seine Freiflächen für derartige von uns abzulehnende Volksbelustigungen zu Lasten der Tiere – sicherlich gegen bare Münze – zur Verfügung stellen wird oder dem tierschützerischem Engagement anderer Unternehmen folgt.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Apel
Ehrenpräsident
Meldung erstellt: 26. April 2013
„Rübe“ ist vermittelt
Hündin aus dem Müllcontainer hat neue Besitzer
Sie ist gerade mal ein Jahr alt und doch schon ein kleiner Star: “Rübe“, die Hündin, die im Müllcontainer gefunden wurde. Ihr trauriges Schicksal bewegte ganz Deutschland. Jetzt gab es das große Happy End für „Rübe“, denn heute konnte sie das Tierheim verlassen, um in ihr neues Zuhause zu ziehen. Wolfgang Apel, Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins, übergab „Rübe“ persönlich an die neuen Besitzer.
Es war ein ganz besonders schlimmer Fall von Tierquälerei: „Rübe“ war vor zwei Monaten in einem Müllcontainer einfach entsorgt worden. Zudem hatte man die kleine Hündin mit Klebeband umwickelt, damit sie nicht bellen konnte. Nur durch Zufall wurde einer der Mitarbeiter der Müllabfuhr auf den kleinen Hund aufmerksam und konnte ihn so retten, bevor der Vierbeiner in die Müllpresse geraten wäre.
Die Polizei brachte die kleine Hündin sofort in die Kleintierklinik, wo sie erst einmal versorgt wurde.
Nach zwei Tagen konnte sie ins Tierheim übersiedeln und wurde dort aufgepäppelt. Sie war unterernährt, ziemlich verstört und verängstigt.
Der Bremer Tierschutzverein hatte sofort EUR 500,- Belohnung ausgesetzt, doch die Ermittlungen der Polizei haben bislang nicht zur Ergreifung des Täters geführt. „Gerade in diesem Fall finden wir es sehr bedauerlich, dass der Täter trotz der von uns ausgesetzten Belohnung und der umfangreichen Strafanzeige des Bremer Tierschutzvereins und des Deutschen Tierschutzbundes nicht ausfindig gemacht werden konnte“, betonte der Vorsitzende des Bremer Tierschutzvereins, Wolfgang Apel.
Die Medien berichteten bundesweit und im Tierheim häuften sich die Anfragen aus ganz Deutschland und sogar aus dem deutschsprachigen Ausland. Über 300 Interessenten wollten die kleine „Rübe“ adoptieren.
Ein junges Paar aus Bremen wird nun der kleinen Hündin ein neues Zuhause geben. „Rübe“ hat sich mit ihrer neuen Familie schon angefreundet, zudem gibt es einen Artgenossen, der ihr ganz besonders gut gefällt. „Wir sind sehr froh, dass wir für die kleine Hündin so tierliebe Menschen gefunden haben“, so Wolfgang Apel. „Sie wird sicherlich erst jetzt erleben, wie schön ein Hundeleben sein kann und ihr neuer vierbeiniger Freund wird ihr sicherlich dabei helfen.“
„Trotzdem“, so Apel weiter, „sollten wir nicht vergessen, dass nicht nur in unserem Tierheim viele andere Hunde dringend auf ein neues Zuhause warten. Aber auch sie haben alle ihr eigenes trauriges Schicksal, auch wenn es nicht ganz so dramatisch ist, wie bei „Rübe“. Daher appellieren wir an alle Tierfreunde, die sich mit dem Gedanken tragen, ein Tier aufzunehmen, erst einmal ins Tierheim zu gehen, um diesen Tieren eine zweite Chance zu geben.“
Meldung erstellt: 24. April 2013
Tag des Versuchstiers –
Täglich sterben fast 8000 Tiere in deutschen Labors
Anlässlich des heutigen Internationalen Tags des Versuchstiers erinnern der Bremer Tierschutzverein und der Deutsche Tierschutzbund an das Tierleid in vielen deutschen Forschungseinrichtungen. Fast drei Millionen Versuchstiere werden jährlich verbraucht, Tendenz steigend. Trotz vieler Lippenbekenntnisse aus der Politik, Tierversuche eindämmen zu wollen, bleiben seit Jahren konkrete Maßnahmen aus. Selbst die Novellierung des Tierschutzgesetzes wurde nicht genutzt, um ein deutliches Zeichen für eine Forschung ohne Tierversuche zu setzen. Am vergangen Samstag demonstrierten deswegen mehrere tausend Menschen in Berlin gegen Tierversuche und für Alternativmethoden. Das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin, das sind der Tierschutzverein für Berlin und die Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg, hatte gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund zur Demo aufgerufen.
„Seit 11 Jahren haben wir das Staatsziel Tierschutz im Grundgesetz. Und doch werden unsere Mitgeschöpfe weiterhin hemmungslos in Versuchen eingesetzt – immer wieder knickt die Bundesregierung vor der Forschungs- und Wissenschaftslobby ein, wird eine Forschung ohne Tierleid blockiert“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, insbesondere die Bundesregierung. Beispielhaft ist die nationale Umsetzung der EU-Tierversuchsrichtlinie. Hier hatte die Bundesregierung bisher nicht das geringste Interesse, vorhandene Spielräume zu nutzen, um den Tierschutz zu verbessern.
Dabei gibt es längst fortschrittliche Forschungsmodelle wie Zellkulturen, Organkulturen oder auch Computermodelle. „Es muss endlich Schluss damit sein, Mäuse, Ratten, Kaninchen, Hamster, Meerschweine oder Fische gezielt krank zu machen. Oder Affen tagein, tagaus jahrelang zu traktieren“, so Schröder weiter. Dies alles geschieht im Namen der medizinischen Wissenschaft. Ergebnisse dieser überholten Methoden lassen sich aber nur begrenzt auf den Menschen übertragen, wie Studien immer wieder belegen. Seit vielen Jahren fordert der Deutsche Tierschutzbund von der Bundesregierung, dass sie konkrete Maßgaben für eine Strategie zum Ausstieg aus den Tierversuchen formuliert und in die Tat umsetzt. Auch bei der bevorstehenden Bundestagswahl wollen wir von den Parteien nicht nur Lippenbekenntnisse, sondern endlich auch eine bindende Verpflichtung für eine Forschung ohne Tierversuche formuliert sehen.
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Meldung erstellt: 24. April 2013
Neues Zuhause für die Hündin aus dem Müllcontainer
Ihr Schicksal bewegt ganz Deutschland: „Rübe“, die kleine Mischlingshündin,die in einem Müllwagen gefunden und im letzten Moment vor dem Tod gerettet wurde.Jetzt gibt es für die kleine Hündin das große Happy End: Am Freitag verlässt sie das Tierheim und zieht um in ihr neues Zuhause.
Es war ein besonders schwerer Fall von Tierquälerei: Der Tierpeiniger hatte die kleine Hündin mit Klebeband umwickelt, damit sie nicht bellen konnte und sie in einer großen Mülltonne entsorgt. Nur durch Zufall wurde einer der Mitarbeiter der Müllabfuhr auf den kleinen Hund aufmerksam und konnte ihn so retten, bevor der Vierbeiner in die Müllpresse geraten wäre.
Die Polizei brachte die kleine Hündin sofort in die Kleintierklinik, wo sie erst einmal versorgt wurde.
Nach zwei Tagen konnte sie ins Tierheim übersiedeln und wurde dort aufgepäppelt. Sie war unterernährt, ziemlich verstört und verängstigt.
Der Bremer Tierschutzverein hatte sofort EUR 500,- Belohnung ausgesetzt, doch die Ermittlungen der Polizei haben bislang nicht zur Ergreifung des Täters geführt.
Die Medien berichteten bundesweit und im Tierheim häuften sich die Anfragen aus ganz Deutschland und sogar aus dem deutschsprachigen Ausland. Über 300 Interessenten wollten die kleine „Rübe“ adoptieren.
Inzwischen hat das Tierheim neue Besitzer für die kleine Hündin gefunden, die „Rübe“ am kommenden Freitag aus dem Tierheim abholen und ihr ein schönes Zuhause geben werden. „Rübe“ hat sich mit ihrer neuen Familie schon angefreundet, zudem gibt es einen Artgenossen, der ihr ganz besonders gut gefällt.
„Wir sind sehr froh, dass wir für die kleine Hündin ein schönes Zuhause gefunden haben“, so Wolfgang Apel. „Sie hat wirklich Schlimmes erlebt und wird sicherlich erst jetzt erleben, wie schön ein Hundeleben sein kann.“
Meldung erstellt: 23. April 2013
Besucher-Sonntag im „Dorf der Tiere“
am 28. April 2013 von 14 bis 17 Uhr
„Tiere suchen ein Zuhause“
Im Rahmen der Kampagne „Liebevolles Zuhause gesucht“ startet der erste Besucher-Sonntag in diesem Jahr am kommenden Sonntag.
Von 14 bis 17 Uhr sind alle Tierfreunde, die gern ein Tier adoptieren möchten, herzlich eingeladen,
das „Dorf der Tiere“ zu besuchen. Der Bremer Tierschutzverein möchte mit diesem Service vor allem Familien und Berufstätigen die Möglichkeit geben, sich gemeinsam nach einem neuen Familienmitglied umzusehen.
Von über 300 Katzen, 50 Hunden und circa 100 Kleintieren können sofort 90 Katzen und 80 Kleintiere in ein neues Zuhause vermittelt werden. Das Tierheim ist wieder einmal voll belegt, daher der Appell an diejenigen, die sich mit dem Gedanken tragen, ein Tier zu adoptieren, mit der ganzen Familie ins Tierheim zu kommen.
Zudem wird in Kürze der Nachwuchs erwartet, denn nicht nur einige der Tierheimwaisen sind trächtig. „Der Frühling hat sich in diesem Jahr zwar etwas verschoben und damit auch die Zeit der
Tierbabies, aber wir rechnen in Kürze mit dem großen Ansturm“, so Wolfgang Apel, Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins. „Wir hoffen daher, dass wieder viele tierliebe Menschen den Weg ins
Tierheim finden, um sich für ein Haustier zu entscheiden, um damit weitere Plätze für die Neuankömmlinge geschaffen werden können.
Mit der Mikro-Chip-Aktion gibt es wieder einen ganz besonderen Service für die Besucher.
Von 15 bis 16 Uhr haben Tierhalter die Möglichkeit, ihren Hund oder ihre Katze für nur EUR 10,- zu chippen und sofort kostenlos im Deutschen Haustierregister registrieren zu lassen. Ein Mikrochip mit entsprechender Registrierung im Deutschen Haustierregister ist wichtig und sollte für jeden Hunde- und Katzenbesitzer eine Selbstverständlichkeit sein. Gerade bei entlaufenen Tieren kann durch diese einmalige Kennzeichnung das Tier umgehend seinen Besitzern wieder zurück gegeben werden.
Hundehalter, die Fragen zum Umgang oder zur Erziehung ihres Vierbeiners haben, können sich an unsere Hundetrainerin Frau Elke Müller wenden. Elke Müller betreut seit Jahren die Hundeschule im Tierheim und steht an diesem Nachmittag für Fragen gern zur Verfügung.
Meldung erstellt: 22. April 2013
Am Sonnabend, den 20. April, veranstaltete das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin, das sind der Tierschutzverein für Berlin und die Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg, gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund eine Groß-Demonstration vom Pariser Platz zum Alexanderplatz im Herzen Berlins.
Mit der Demonstration, zu der über 3000 Teilnehmer aus ganz Deutschland angereist waren, wurde für die Abschaffung von Tierversuchen demonstriert. Noch immer sterben jedes Jahr Millionen Tiere in Laboren, obwohl es für viele der gängigen Versuche bereits Testmethoden gibt, die jedoch zu schleppend gesetzlich anerkannt und angewandt werden.
Der Bremer Tierschutzverein hatte die Bremer Tierfreunde aufgerufen, sich an der Demonstration zu beteiligen. Und so konnten wir mit einer hoch motivierten und gut ausgerüsteten Truppe die Tierschützer in Berlin unterstützen.
Im Berliner Koalitionsvertrag von SPD/CDU steht: „Die Koalition wird sich für die Einschränkung von Tierversuchen einsetzen und verstärkt tierversuchsfreie Forschungsmethoden fördern.“ „Doch mit dem Neubau am MDC auf dem Campus Berlin-Buch wird das Gegenteil bewiesen: Hier soll eine der größten Tierversuchsanlagen Deutschlands entstehen“, sagte Wolfgang Apel, Präsident des Tierschutzvereins für Berlin während seiner Rede bei der Abschlusskundgebung auf dem Alexanderplatz.
Rund 24 Millionen Euro öffentlicher Gelder werden in den Neubau gesteckt. DAs Bündnis Tierschutzpolitik versprach noch auf der Demo weiter Druck zu machen und im nächsten Jahr wieder zu demonstrieren. "Wir machen weiter Druck auf Forschung und Politik, denn nur so können wir erreichen, dass mehr Gelder in eine tierversuchsfreie Forschung gesteckt werden und nicht in den Bau neuer Tierversuchsanstalten", sagte Brigitte Jenner, Sprecherin der Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg.
Herzlichen Dank allen Teilnehmern und Unterstützern! Gemeinsam haben wir den gequälten Tieren eine starke Stimme gegeben.
Text: TVB Berlin / BTSV
Meldung erstellt: 08. April 2013
Der Bremer Tierschutzverein und der Deutsche Tierschutzbund setzen sich schon seit Jahren dafür ein, dass das Ponyreiten auf so genannten Karussellpferden auf Volksfesten oder ähnlichen Veranstaltungen aus Gründen des Tierschutzes verboten wird.
Daher begrüßen und unterstützen wir die aktuelle Petition, die jetzt in der Bremischen Bürgerschaft eingereicht wurde.
Pferde sind hoch entwickelte Lauf- und Fluchttiere, die in Herdenverbänden zusammenleben. In freier Natur sind Pferde etwa 16 Stunden am Tag mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt. Sie sind an Sonne, Licht und frische Luft angepasst und sind als Fluchttiere immer wachsam und sehr an ihrer Umwelt interessiert. Mittels ihres differenzierten Ausdrucksverhaltens werden enge soziale Kontakte zwischen den Mitgliedern einer Herde gepflegt.
Jeder Halter hat nach §2 TschG die Verpflichtung, sein Tier der jeweiligen Art entsprechend angemessen unterzubringen. Weiterhin darf die Möglichkeit des Tieres zu einer artgemäßen Bewegung nicht so eingeschränkt sein, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Auf Volksfestveranstaltungen eingesetzte Ponys und Pferde müssen in der Regel mehrere Stunden hintereinander im Kreis gehen. Damit die Tiere nicht herumschauen und oder weg springen können, wird der Kopf mit Hilfszügeln seitlich sehr kurz ausgebunden. Die Pferde laufen also die ganze Zeit mit gesenktem Kopf. Dies führt einerseits zur Abstumpfung der Tiere (die Tiere zeigen kein Interesse mehr an ihrer Umwelt) und andererseits kann dieses Ausbinden auch zu einer Verkrampfung der Halsmuskulatur führen, deren Folgen Schmerzen und Schäden sind. Während des Einsatzes sind die Tiere einem erheblichen Stress ausgesetzt, bedingt durch den dauernden Lärm, die ständig wechselnden Reiter und die Enge im Rondell, die es den Tieren unmöglich macht, eine gewisse Individualdistanz einzuhalten. Da die Ponys und Pferde eine finanzielle Einnahmequelle für den Tierhalter sind, ist die Gefahr groß, dass die Tiere sehr lange im Einsatz sind und ihnen während der Saison keine Ruhetage gewährt werden. Und selbst, wenn die Tiere regelmäßig ausgetauscht werden, stehen doch nur in den allerwenigsten Gemeinden Weiden zur Verfügung, auf denen sich die Tiere frei bewegen können. Die Pferde und Ponys werden oftmals in den Pausen und während der Nacht in Pferdehängern angebunden und haben dort häufig nicht einmal die Möglichkeit, sich in Seitenlage hinzulegen.
Nach §11 TschG bedarf jeder, der gewerbemäßig einen Reit- oder Fahrbetrieb unterhält, der Erlaubnis der zuständigen Behörde. Dies betrifft auch die Reitbetriebe auf Volksfesten. Die Erlaubnis darf erst erteilt werden, wenn die verantwortliche Person die erforderliche Sachkunde im Umgang mit den Tieren (Haltung, Pflege, Fütterung) nachweisen kann. Außerdem müssen Räumlichkeiten und Einrichtungen vorhanden sein, die den Anforderungen des §2 TschG an eine artgerechte Ernährung, Pflege und Unterbringung der Tiere garantieren. Da es sich um ein reisendes Gewerbe handelt, ändert sich die Situation der Unterbringung von Ort zu Ort. Deshalb ist es aus Sicht des Tierschutzes unbedingt nötig, dass die einmal durch die Veterinärbehörde erteilte Erlaubnis an jedem neuen Standort überprüft wird. Leider wird die Erlaubnis nach §11 häufig zu schnell und ohne eingehende Prüfung der Umstände erteilt bzw. später die Berechtigung einer einmal erteilten Erlaubnis nicht mehr überprüft.
Der Deutsche Tierschutzbund lehnt das Ponyreiten auf so genannten Karussellpferden auf Volksfesten oder ähnlichen Veranstaltungen aus Gründen des Tierschutzes ab.
Pferde sind hoch entwickelte Lauf- und Fluchttiere, die in Herdenverbänden zusammenleben. In freier Natur sind Pferde etwa 16 Stunden am Tag mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt. Sie sind an Sonne, Licht und frische Luft angepasst und sind als Fluchttiere immer wachsam und sehr an ihrer Umwelt interessiert. Mittels ihres differenzierten Ausdrucksverhaltens werden enge soziale Kontakte zwischen den Mitgliedern einer Herde gepflegt.
Jeder Halter hat nach §2 TschG die Verpflichtung, sein Tier der jeweiligen Art entsprechend angemessen unterzubringen. Weiterhin darf die Möglichkeit des Tieres zu einer artgemäßen Bewegung nicht so eingeschränkt sein, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Auf Volksfestveranstaltungen eingesetzte Ponys und Pferde müssen in der Regel mehrere Stunden hintereinander im Kreis gehen. Damit die Tiere nicht herumschauen und oder weg springen können, wird der Kopf mit Hilfszügeln seitlich sehr kurz ausgebunden. Die Pferde laufen also die ganze Zeit mit gesenktem Kopf. Dies führt einerseits zur Abstumpfung der Tiere (die Tiere zeigen kein Interesse mehr an ihrer Umwelt) und andererseits kann dieses Ausbinden auch zu einer Verkrampfung der Halsmuskulatur führen, deren Folgen Schmerzen und Schäden sind. Während des Einsatzes sind die Tiere einem erheblichen Stress ausgesetzt, bedingt durch den dauernden Lärm, die ständig wechselnden Reiter und die Enge im Rondell, die es den Tieren unmöglich macht, eine gewisse Individualdistanz einzuhalten. Da die Ponys und Pferde eine finanzielle Einnahmequelle für den Tierhalter sind, ist die Gefahr groß, dass die Tiere sehr lange im Einsatz sind und ihnen während der Saison keine Ruhetage gewährt werden. Und selbst, wenn die Tiere regelmäßig ausgetauscht werden, stehen doch nur in den allerwenigsten Gemeinden Weiden zur Verfügung, auf denen sich die Tiere frei bewegen können. Die Pferde und Ponys werden oftmals in den Pausen und während der Nacht in Pferdehängern angebunden und haben dort häufig nicht einmal die Möglichkeit, sich in Seitenlage hinzulegen.
Nach §11 TschG bedarf jeder, der gewerbemäßig einen Reit- oder Fahrbetrieb unterhält, der Erlaubnis der zuständigen Behörde. Dies betrifft auch die Reitbetriebe auf Volksfesten. Die Erlaubnis darf erst erteilt werden, wenn die verantwortliche Person die erforderliche Sachkunde im Umgang mit den Tieren (Haltung, Pflege, Fütterung) nachweisen kann. Außerdem müssen Räumlichkeiten und Einrichtungen vorhanden sein, die den Anforderungen des §2 TschG an eine artgerechte Ernährung, Pflege und Unterbringung der Tiere garantieren. Da es sich um ein reisendes Gewerbe handelt, ändert sich die Situation der Unterbringung von Ort zu Ort. Deshalb ist es aus Sicht des Tierschutzes unbedingt nötig, dass die einmal durch die Veterinärbehörde erteilte Erlaubnis an jedem neuen Standort überprüft wird. Leider wird die Erlaubnis nach §11 häufig zu schnell und ohne eingehende Prüfung der Umstände erteilt bzw. später die Berechtigung einer einmal erteilten Erlaubnis nicht mehr überprüft.
https://petition.bremische-buergerschaft.de/index.php?n=petitionsdetails&s=1&c=date_insert&d=DESC&b=0&l=10&searchstring=&pID=1456
Meldung erstellt: 05. April 2013
Bremer Tierheim geht mit neuer Vermittlungs-Kampagne in die Offensive
60 Hunde, 350 bis 400 Katzen und 200 Kleintiere werden in der Regel täglich im Dorf der Tiere versorgt und betreut. Gegenwärtig befinden sich fast 600 Tiere im Tierheim. Damit ist die Tierschutz-Einrichtung wieder einmal an die Grenzen ihrer Kapazität gelangt und ein Ende der Tiereinlieferungen ist nicht abzusehen. Die Osterferien haben bereits begonnen, bis zu den Sommerferien ist es nicht mehr lange hin und viele Schützlinge erwarten Nachwuchs, da die Tiere von ihren ehemaligen Besitzern nicht kastriert wurden.
Hinzu kommen zwei große Tierschutzfälle, bei denen das Tierheim gleich zahlreiche Tiere auf einmal aufnehmen musste. So wurden im Sommer letzten Jahres über 120 Tiere aus einem Animal Hoarding Fall aufgenommen, vor wenigen Wochen kamen auf einen Schlag 95 Katzen hinzu, die auch in den nächsten Wochen noch im Tierheim bleiben werden. Für das Tierheim ist dies eine erhebliche Mehrbelastung, sowohl vom finanziellen, wie auch vom personellen Aufwand.
Der Bremer Tierschutzverein geht daher jetzt in die Offensive: Unterstützt von mehreren namhaften Unternehmen startet ab sofort die Kampagne „Liebevolles Zuhause gesucht“. Ein Hund und eine Katze bitten hier stellvertretend für alle Schützlinge, sie zu adoptieren. „Wir sind von den Unterkünften her bereits völlig ausgelastet“, so Wolfgang Apel, Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins und Ehrenpräsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Da erfahrungsgemäß jetzt wieder die Hochzeit für Abgabe- und ausgesetzte Tiere beginnt, hoffen wir dringend auf die Hilfe der tierliebenden Bevölkerung und appellieren an alle Menschen, die ein Tier aufnehmen möchten, erst einmal zu uns ins Tierheim zu kommen, und sich hier umzusehen. Wir sind sehr froh, dass wir mit der Telekom, der Druckerei Foremny sowie Pedigree und Whiskas starke Partner gefunden haben, die eine solch stadtweite Kampagne unterstützen.“
Die Motive werben auf Citylight-Plakaten an mehreren Standorten in Bremen sowie auf Plakaten und Postkarten in den Geschäften und der Gastronomie für das Tierheim.
Meldung erstellt: 27. März 2013
Affenversuche an der Bremer Universität:
Bremen legt Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein
Der Bremer Tierschutzverein und der Deutsche Tierschutzbund begrüßen die Entscheidung des Senators für Gesundheit, Hermann Schulte-Sasse, gegen die Nichtzulassung der Revision im Gerichtsverfahren von Prof. Andreas Kreiter Beschwerde einzulegen.
Der Senator für Gesundheit hatte die Beschwerde fristgerecht beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingelegt. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Bremen hatte in seinem Urteil vom 11. Dezember 2012 die Revision nicht zugelassen.
Im Jahr 2008 hatte die Freie Hansestadt Bremen, vertreten durch die damalige Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales, nach einem umfangreichen Abwägungsprozess in Bezug auf Forschungsfreiheit auf der einen Seite und Tierschutz auf der anderen Seite, die Tierversuche an Affen im Rahmen des Forschungsvorhaben von Prof. Kreiter nicht weiter genehmigt.
Hiergegen hatte Kreiter Rechtsmittel eingelegt, und das OVG Bremen hatte zuletzt zugunsten der Affenversuche entschieden.
„Es ist richtig und nur konsequent, dass der Gesundheitssenator alle Rechtsmittel ausschöpft, um das Skandalurteil des Bundesverwaltungsgerichtes korrigieren zu lassen. Das ist er nicht nur den seit Jahren leidenden Tieren sondern auch den zehntausenden Bremer Bürgerinnen und Bürgern schuldig, die sich gegen diese Versuche ausgesprochen haben“, kommentiert Wolfgang Apel, Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins und Ehrenpräsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Zudem geht es hier um grundlegende Fragen der Bedeutung des Tierschutzes, welcher seit 2002 auch in der Verfassung verankert ist. Allein schon die Nichtzulassung der Revision seitens des OVG mit der Begründung, das Urteil habe keine grundsätzliche Bedeutung, belegt, dass das Gericht auf einem Auge blind war.“
Meldung erstellt: 25. März 2013
Bremer Tierschutzverein gibt Tipps
Auch wenn uns der Winter immer noch fest im Griff hat, feiern wir in wenigen Tagen das Osterfest. Mit dem alljährlichen Osterfeuer soll der Winter nun endgültig vertrieben und die Sonne begrüßt werden. An vielen Orten sieht man jetzt schon die täglich wachsenden Reisighaufen, die am Ostersonntag für ein Osterfeuer entzündet werden. Doch für viele Tiere wird das Osterfeuer zum tödlichen Verhängnis.
Der Bremer Tierschutzverein bittet alle Tierfreunde, auf diesen Brauch zu verzichten, da er für viele Tiere den Feuertod bedeutet. Bereits Wochen vor Ostern werden die großen Reisighaufen aufgeschichtet, die von vielen Wildtieren als Unterschlupf und sogar als Brutstätte genutzt werden. Doch der vermeintlich sicherere Rückzugsort wird für Kleintiere wie Igel, Mäuse, Kröten oder Vögel schnell zu einer tödlichen Falle. Alle, die nicht auf die Ostertradition verzichten wollen, sollten besondere Vorsichtsmaßnahmen beachten: Das Material erst kurz vorher auf- und unbedingt kurz vor dem Anzünden umschichten, um den Tieren die Möglichkeit zur Flucht zu geben. Es reicht nicht, nur am Brennmaterial zu rütteln, da die meisten Tiere es so nicht wagen, aus ihrem Versteck zu kommen.
Reisighaufen sind für verschiedene heimische Tiere ein idealer Lebensraum. Vogelarten wie z.B. Zaunkönig und Rotkehlchen dienen diese künstlich angelegten Holzhaufen als scheinbar sichere Brutstätte. Kleintiere wie Mäuse, Kröten, aber auch unzählige Insekten, verwenden den Astschnitt als Versteck und Wohnraum. Auch die ersten Winterschläfer wie z.B. Igel sind schon unterwegs und suchen neue Quartiere. Die Gefahr ist sehr groß, dass sie sich in die teilweise seit mehreren Wochen liegenden Brennguthaufen verkriechen. Wird das Osterfeuer entzündet, gibt es für die Tiere keine Möglichkeit den Flammen zu entkommen. Erfolglos werden sie versuchen, im Inneren des Reisighaufens Schutz zu finden.
Viele der getöteten Tiere sind vor allem im eigenen Garten wichtige Helfer bei der Vertilgung unerwünschter Insekten. Zusätzlich sind sie ein notwendiger Faktor zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts. Daher empfiehlt der Bremer Tierschutzverein auf Wiesen oder auch im Garten Reisighaufen zu errichten – selbstverständlich, ohne diese dann nieder zu brennen. Auch das Pflanzen von Hecken und Büschen hilft vielen Tieren. Für diese sind sie insbesondere dort von Bedeutung, wo der natürliche Lebensraum durch die Ausweitung der bebauten Flächen zunehmend reduziert wurde.
Meldung erstellt: 18. März 2013
Bitte kein Festessen mit Tierqual
Vor allem in der Osterzeit ist der Kaninchenbraten als Festessen sehr beliebt. Jedes Jahr werden rund 41.000 Tonnen Kaninchenfleisch in Deutschland verzehrt - Tendenz steigend.
Was viele Verbraucher nicht wissen: das Leben der 25 Millionen Mastkaninchen, die hier in Deutschland gehalten werden, hat nichts mit der Idylle vom frei hoppelnden Kaninchen zu tun.
Zur Erzeugung von Kaninchenfleisch werden die Tiere – wie Legehennen in Käfigbatterien – in engen eintönigen Drahtkäfigen gehalten. Derzeit wird an einem Abschnitt mit Haltungsbedingungen für Kaninchen für die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung gearbeitet, aber auch nach dem Vorschlag soll die Käfighaltung weiterhin möglich bleiben. Der Bremer Tierschutzverein appelliert daher an alle Verbraucherinnen und Verbraucher, auf den Verzehr von Kaninchenfleisch zu verzichten.
Gesetzliche Mindestanforderungen für die
Kaninchenhaltung, die eine dem Tierschutzgesetz
entsprechenden art- und bedürfnisgerechten Unterbringung der Tiere gewährleisten, sind mehr als überfällig. Die bewegungsfreudigen Tiere brauchen Platz, Artgenossen, Rückzugsbereiche,Einstreu, Nagematerial und strukturiertes Futter. „Solange entsprechende Vorgaben fehlen, bleibt dem Verbraucher nur der Verzicht auf Kaninchenfleisch, um die Quälerei zu boykottieren.
Es hilft leider nicht, auf Produkte deutscher Herkunft zurückzugreifen denn auch hierzulande leiden die Kaninchen in der Regel in Käfigen“, so Wolfgang Apel, Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins.
Auch die Mastkaninchen in der Tierproduktion haben sich das ursprüngliche bewegungsfreudige Verhalten ihrer wilden Artgenossen bewahrt. Für sie sind ebenfalls Platz, erhöhte Aussichtsplätze und Rückzugsmöglichkeiten essentiell. Im grausamen Gegensatz dazu steht die Haltung der Kaninchen für die Fleischgewinnung: In eintönigen Käfigen, oft in mehreren Etagen übereinander gestapelt, leiden die Tiere dicht gedrängt unter entsetzlichen Bedingungen.
Folgeschäden sind schmerzhafte Wirbelsäulenverkrümmungen und Gelenkprobleme. Die perforierten Böden führen häufig zu Pfotenverletzungen und -geschwüren. Durch die Enge und
die fehlenden Beschäftigungsmöglichkeiten kommt es zudem zu schweren Verhaltensstörungen wie Aggressivität und endloses Kreisen um die eigene Achse. Um ihr Mastendgewicht schnell zu erreichen, erhalten die Tiere meist nur energiereiches Trockenfutter. Diese einseitige Ernährung provoziert Magen-Darmerkrankungen und ist ein Grund für die hohen Todesraten in der Produktion.
Meldung erstellt: 15. März 2013
Verstecktes Tierleid im Osternest
Bremer Tierschutzverein und Deutscher Tierschutzbund fordern Kennzeichnung für verarbeitete Eier
Bunt gefärbte Eier dürfen in keinem Osternest fehlen – viele Verbraucher wissen aber nicht, dass sich hinter der Farbschicht oft Eier aus Käfighaltung verbergen. Vorsicht ist auch bei Lebensmitteln wie Eierlikör, Backmischungen, Fertigkuchen und Keksen geboten. Der Grund: Gekochte und verarbeitete Eier sind immer noch von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Der Deutsche Tierschutzbund und der Bremer Tierschutzverein fordern, dass Firmen die Haltungssysteme auch auf allen Fertigprodukten kennzeichnen müssen. Denn nur so kann der Verbraucher Käfigqual sicher erkennen und vermeiden. Solange es keine umfassende Kennzeichnungspflicht gibt, empfiehlt der Verband Tierfreunden, nur gefärbte Eier, die explizit als Eier aus Bio- oder Freilandhaltung gekennzeichnet sind, zu kaufen, oder Eier selbst zu färben. Das macht der Familie Spaß und setzt ein Zeichen für mehr Tierschutz.
Jährlich werden Milliarden Eier aus qualvoller Käfighaltung in Fertigprodukten verarbeitet. In der neuen Käfighaltung, den Kleingruppenkäfigen sind wesentliche Grundbedürfnisse und Verhaltensweisen der Tiere eingeschränkt. Im Vergleich zum herkömmlichen Käfig, in dem die Hühner bisher nur eine Dreiviertel-DIN-A4-Seite an Platz hatten, sind es im neuen Käfigsystem nur knapp mehr als ein DIN-A4-Blatt. Die Tiere können jedoch auch hier nicht gleichzeitig ruhen, artgemäß scharren, picken und sandbaden. Führende Wissenschaftler haben bestätigt, dass auch in den Kleingruppenkäfigen kein artgerechtes Verhalten möglich ist.
Eierkennzeichnung
Seit dem 1. Januar 2004 müssen Eier bzw. deren Verpackung im Handel verpflichtend nach dem Haltungssystem, dem Herkunftsland und der Verpackungsstelle gekennzeichnet werden. Eier werden mit einem Code gekennzeichnet, z.B. 1 DE-234572. Die erste Ziffer steht dabei für das Haltungssystem (Ökologische Erzeugung: 0, Freilandhaltung: 1, Bodenhaltung: 2, Käfighaltung: 3), anschließend folgt der Ländercode, der besagt, woher das Ei stammt (z.B. DE für Deutschland). Auf den Ländercode folgt die Identifizierungsnummer, die den Betrieb codiert, und die letzte Ziffer gibt den Stall an, in dem das Ei gelegt wurde.
Meldung erstellt: 13. März 2013
Bremer Tierschutzverein kritisiert Leinenzwang
Nicht nur Menschen freuen sich über den Frühling, sondern auch Hunde genießen nach den dunklen Wintermonaten die wärmeren und längeren Tage. In Bremen ist diese Freude jedoch getrübt, den in der sogenannten Brut- und Setzzeit vom 15. März bis zum 15. Juli müssen Hunde außerhalb des bebauten Stadtgebietes angeleint werden.
Am kommenden Freitag beginnt für Bremer Hundebesitzer wieder das bekannte Dilemma: Einerseits sind sie durch tierschutzrechtliche Bestimmungen dazu verpflichtet, ihre Tiere täglich frei laufen zu lassen, doch wer dieser Verpflichtung nachkommt, riskiert ein Bußgeld.
Der Bremer Tierschutzverein weist darauf hin, dass Bremen und Niedersachsen mit dieser Bestimmung eine Sonderstellung einnehmen. : "Selbstverständlich gibt es Gebiete, in denen Hunde zum Schutz von Bodenbrütern und Jungtieren ange-leint werden müssen", so Wolfgang Apel, Vorsitzender des Bremer Tierschutz-vereins,. "Die derzeitige Regelung im Bremischen Feldordnungsgesetz ist jedoch zu pauschal, da nicht berücksichtigt wird, wo tatsächlich eine Beeinträchtigung wild lebender Tiere vorliegt. Zudem gilt auch in vielen innerstädtischen Grünan-lagen Leinenzwang. Das Recht der Hundehalter auf artgerechte Bewegung ihrer Tiere wird hierdurch in unzulässiger Weise eingeschränkt", so Apel weiter.
Die Tierschützer weisen darauf hin, dass Freilauf ohne Leine eine wichtige Vor-aussetzung für die artgerechte Haltung und sozialverträgliche Erziehung von Hunden ist. Als Lauftiere müssen Hunde ausreichende Möglichkeiten bekommen, ihren Bewegungsdrang auszuleben, ihre Umwelt zu erkunden und mit Artgenos-sen zu kommunizieren. Fehlende Bewegung führt zu gesundheitlichen Schäden und Verhaltensproblemen.
Der Bremer Tierschutzverein erinnert die Politik in diesem Zusammenhang an den Beschluss der Stadtbürgerschaft vom September 2011, die Beiräte bei der Einrichtung von Freilaufmöglichkeiten für Hunde zu unterstützen. „Hier ist bisher noch nichts passiert“ kritisiert Apel. „Der gesellschaftliche Nutzen der Hundehal-tung ist weit größer als ihre Nachteile; Hunde erfüllen für viele Menschen eine wichtige soziale Funktion, die Hundehaltung verbessert die Gesundheit, sichert Arbeitsplätze und sorgt für Steuereinnahmen. Viele Hunde leisten wertvolle Dienste im Rettungswesen, in der tiergestützten Therapie, als Assistenzhunde o-der Polizeihunde. Die Politik muss die Interessen der Hundehalter daher endlich ernst nehmen und ausreichende Möglichkeiten zum artgerechten Freilauf schaffen“.
Die Leinenpflicht beginnt in Bremen ab dem 15. März, in Niedersachsen ab dem 1. April.
Meldung erstellt: 11. März 2013
Großer Erfolg für den Tierschutz:
Ab heute tritt Aus für Tierversuche für Kosmetik in Kraft
Seit heute (11.3.2013) gilt die letzte Stufe des EU-weiten Verbots von Tierversuchen für Kosmetik. Seit den 1970er Jahren setzt sich der Deutsche Tierschutzbund für ein Ende der Tierversuche für Kosmetik ein – und nun wird es Realität. Im März 2009 wurden EU-weit alle Tierversuche für Kosmetika verboten. Bis März 2013 durften außerhalb der EU noch bestimmte Tierversuche für die Prüfung kosmetischer Inhaltsstoffe durchgeführt und die Produkte trotzdem innerhalb der EU verkauft werden. Jetzt ist nach über 30 Jahren zähen Ringens auch die letzte Stufe des hart erkämpften Tierversuchsverbotes Wirklichkeit. Ein großer Sieg für alle Tierfreunde.
Noch bis zum Schluss stand das Vermarktungsverbot auf der Kippe. Der Vorgänger des aktuellen EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg, John Dalli, wollte Ausnahmen für Tierversuche zulassen. Das hätte weltweit den Tod zigtausender Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten und Mäusen in den Labors der Kosmetikindustrie und ihrer Zulieferer zur Folge gehabt. Im Rahmen der EU-weiten Kampagne „Nein zu Tierqual-Kosmetik“ hatte der Deutsche Tierschutzbund bis zum Schluss gemeinsam mit seinen Partnern für ein Ende von Tierqualkosmetik gekämpft.
„Dass die EU-Kommission beabsichtigte, mit formalen Tricks ein rechtsgültiges Verbot noch länger hinauszuzögern, war aus Tierschutzsicht ein Skandal. Aber jetzt freuen wir uns umso mehr, dass unser Widerstand Wirkung gezeigt hat. Tierversuche für Kosmetik sind aus ethischer Sicht indiskutabel. Sie werden zudem von den EU-Bürgern kategorisch abgelehnt. Niemand braucht und will neue Kosmetik, wenn dafür Tiere leiden und sterben müssen. Zumal seit langer Zeit Alternativmethoden zur Verfügung stehen", so Dr. Brigitte Rusche, Leiterin der Akademie für Tierschutz und Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes. „Deshalb ist es nur konsequent, dass das Verbot jetzt endlich in vollem Umfang in Kraft tritt.“
Langer Weg bis zum Verbot
Das aktuelle Verbot wurde erstmals bereits 1993 in einer EU-Richtlinie angekündigt. Nun, 20 Jahre danach, tritt das Gesetz endlich in Kraft. Der Prozess in Richtung Verbot war darüber hinaus die Initialzündung für viele positive Entwicklungen, wie die Reduzierung der Tierversuchszahlen für diesen Bereich. Vor allem auch die finanzielle Förderung, Entwicklung und Anerkennung von tierversuchsfreien Methoden, die nicht nur im Bereich Kosmetik sondern auch für die Prüfung von anderen Chemikalien und Produkten verwendet werden können, wurden aufgewertet.
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Meldung erstellt: 07. März 2013
Tierheim in Trauer:
„Nicky“ ist verstorben
Der Schock saß tief bei allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Bremer Tierheims. Nicky, einer der beiden Haflinger, ist leider nach einer schweren Kolik verstorben.
Sie waren eine kleine Institution in Bremen: Die beiden Haflinger Nicky und Norbert, waren schnell zu Berühmtheiten geworden. Beim Tag der offenen Tür brachten sie die Besucher mit der Kutsche ins Hollerland und Kinder und Erwachsene waren gleichermaßen begeistert von den zutraulichen Pferden.
Vor 17 Jahren hatten der Bremer Tierschutzverein und der Deutsche Tierschutzbund die beiden Haflinger gemeinsam mit über 20 anderen Fohlen ersteigert und vor dem Schlachthof in Italien gerettet. Damit wollte der Deutsche Tierschutzbund ein Zeichen setzen und erreichen, dass die Überproduktion für den Tourismus eingeschränkt werden sollte.Die Züchterverbände haben teilweise darauf reagiert.
Nicky und Norbert kamen nach Bremen und für den Vorstand und die Mitarbeiter war sofort klar,dass die Beiden hier ihr endgültiges Zuhause bekommen. Liebevoll umsorgt, wurden aus ihnen zwei prächtige, aber auch sehr temperamentvolle Pferde, die eine Aufgabe brauchten.
So wurden sie zu Therapiepferden ausgebildet und vielen Kindern und Erwachsenen mit geistigen und körperlichen Behinderungen helfen. Ein Service, der vom Bremer Tierschutzverein kostenlos angeboten wird.
„Tierschutz ist auch Menschenschutz“, deshalb setzen wir immer wieder Tiere ein, um aktiv auch Menschen zu helfen. so Wolfgang Apel, Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins. „Dass Nicky nicht mehr bei uns ist, ist auch für mich ein großer emotionaler Verlust“, so Apel.
Er selbst hatte den Transport von Nicky und Norbert nach Bremen begleitet. Da die beiden Fohlen
noch so klein und völlig verängstigt waren, mochte Apel sie in der ersten Zeit nicht allein lassen und übernachtete sogar bei ihnen im Pferdestall, bis sie groß genug waren, um auch einmal alleine zu bleiben.
Der Gnadenhof für Pferde, der seit über 17 Jahren von unserem Stallmeister Gerhard Wiesner betreut wird, ist nun um ein Tier ärmer. Norbert und Willard vermissen Nicky ebenso wie Gerhard Wiesner und wir alle.
Meldung erstellt: 06. März 2013
Nimmst Du mein Tier, nehm ich Dein Tier
In wenigen Wochen stehen mit dem Osterfest die ersten Feiertage an und die Osterferien beginnen.
Wer eine Urlaubsfahrt geplant hat, sein Haustier aber nicht mitnehmen kann, sollte sich früh genug Gedanken über die Versorgung des Tieres in dieser Zeit machen. Nicht immer sind Verwandte oder Freunde begeistert, wenn sie sich um ein fremdes Tier kümmern sollen.
Der Bremer Tierschutzverein bietet daher schon seit mehr als 20 Jahren einen Vermittlungsservice unter Tierhaltern an. Nach dem Prinzip: „Nimmst Du mein Tier, nehm ich Dein Tier“ werden Tierhalter zusammen geführt, die sich gegenseitig unterstützen.
Da es erfahrungsgemäß immer sehr viele Anfragen von Tierhaltern gibt, suchen wir noch dringend Tierfreunde, die sich an dieser Aktion beteiligen möchten. Auch tierliebe Menschen, die kein eigenes Tier haben, aber gern hin und wieder für einige Zeit eine kleine Fellnase betreuen würden, sind herzlich willkommen!
Weitere Informationen erhalten Sie in der Geschäftsstelle unter Tel: 0421 – 352214
Dieser Service ist kostenlos.
Meldung erstellt: 06. März 2013
Endlich ist der Frühling da und mit ihm mildere Temperaturen. Und damit beginnt auch die jährliche Krötenwanderung. Kröten, aber auch Frösche und Molche, verlassen ihre Winterverstecke und wandern zu ihren Laichplätzen. Der Bremer Tierschutzverein bittet Auto- und Motorradfahrer besonders rücksichtsvoll zu fahren, auf Hinweisschilder zu achten und das Tempo zu drosseln. Denn häufig liegen gerade Landstraßen auf den Wanderrouten und deren Überquerung stellt oft eine große Gefahr für die Tiere dar. Auf Strecken mit Amphibienwanderungen sollte nicht schneller als Tempo 30 gefahren werden. Der Grund: Häufig werden Tiere nicht durch das direkte Überfahren, sondern allein durch den tempoabhängigen Strömungsdruck der Autos getötet.
Das immer dichter werdende Straßennetz wird vielen wandernden Tieren zum Verhängnis. In hohem Maße betroffen sind Frösche und Kröten, insbesondere Erdkröten, die mit steigenden Temperaturen ihre Wanderungen aufnehmen. Sie verlassen meist zeitgleich ihre Winterquartiere, um sich geeignete Gebiete zum Ablaichen zu suchen. Für ein paar Wochen kommt es dann zu sogenannten Massenwanderungen.
Während vereinzelt auf Massenwanderungen von Kröten mit der Sperrung besonders betroffener Straßen oder der Errichtung von Krötentunneln oder –brücken reagiert wird, sind andernorts Tierschützer im Einsatz. Sie stellen Fangzäune auf, sammeln die Tiere ein und bringen sie über die Straße, damit sie auf der anderen Seite ihren Weg fortsetzen können. Dieser Einsatz ist ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz.
Zahlreiche Kröten werden durch den Strömungsdruck getötet
Vielen Tieren wird allein die hohe Geschwindigkeit der Autos zum Verhängnis. Auch wenn sie nicht direkt überfahren werden, tötet sie der Strömungsdruck der Fahrzeuge. Vor dem Auto baut sich ein Überdruck auf, der ein paar Zentimeter vor der Stoßstange am größten ist. Unter dem Auto dagegen entsteht ein Unterdruck. Fährt das Auto über die Kröte hinweg, so ist das Tier dieser Druckverteilung ausgesetzt. Je größer die Geschwindigkeit der Autos, desto stärker der Druck. Die Kröten und Frösche erleiden inneren Verletzungen. Schon bei Fahrtempo 50 haben die Kröten nach Einschätzung von Sachverständigen kaum eine Überlebenschance.
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Meldung erstellt: 06. März 2013
Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche
Demonstration in Berlin am 20. April 2013
In der Woche um den 24. April wird wieder weltweit auf das Leid der Tiere in den Labors aufmerksam gemacht. Am 20. April 2013 findet hierzu eine Großdemonstration in Berlin statt. In Bremen war diese Veranstaltung im letzten Jahr ein großer Erfolg. Jetzt werden die Tierfreunde aus ganz Deutschland in Berlin Flagge zeigen.
Schon seit Monaten protestieren Tierschützer gegen den Bau eines neuen Tierversuchslabors in Berlin, das sich bereits im Bau befindet. Auf dem Gelände des Campus Berlin-Buch soll mit dem In-vivo-Pathophysiologie-Labor (IPL) ein neues Tierversuchslabor entstehen, das zum Max-Delbrück-Centrum (MDC) gehört. Eine traurige Tatsache, denn schon jetzt ist Berlin die Hauptstadt der Tierversuche. Nirgendwo in Deutschland werden mehr Tiere für die Forschung „verbraucht“ – mit einem weiteren Anstieg ist nun zu rechnen.
Für den Bau neuer Tierversuchslabore wurden in den letzten Jahren schwindelerregend investiert: 31 Millionen in Würzburg, 29 Millionen in Mainz und 25 Millionen in Erlangen. Demgegenüber erhält die tierversuchsfreie Forschung jährlich nur etwa vier bis fünf Millionen Euro– also nicht mehr als ein „Almosen“.
Im Neubau des MDC sollen für die Grundlagenforschung verstärkt gentechnisch veränderte Mäuse eingesetzt werden. Die Tiere werden durch Hinzufügen oder Entfernen eines Gens dazu verurteilt, eine bestimmte Krankheit zu entwickeln. Das Makabre: Eine durch Genmanipulation entwickelte Krankheit beim Tier hat mit der Entstehung von menschlichen Krankheiten erwiesenermaßen wenig zu tun. Das biologische System, Umwelteinflüsse, Ernährung, Lebensstil und andere Faktoren bleiben im Versuch unberücksichtigt.
Ein weiteres, besonderes Ärgernis ist, dass seit 2005 im MDC 24 gravierende Verstöße gegen das Tierschutzgesetz festgestellt wurden dies -gab die zuständige Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz auf Anfragen von Bündnis 90/Die Grünen und Piratenpartei bekannt. Die Verantwortlichen im MDC wurden zwar aufgefordert, die Missstände zu beheben, es wurden aber lediglich Bußgelder und Verwarnungen ausgesprochen – am System änderte sich nichts.
Im Koalitionsvertrag von SPD/CDU steht: „Die Koalition wird sich für die Einschränkung von Tierversuchen einsetzen und verstärkt tierversuchsfreie Forschungsmethoden fördern.“ Mit dem MDC-Neubau geschieht das Gegenteil: Es werden weder Tierversuche eingeschränkt, noch wird in Alternativen investiert.
Die Tierschützer fordern, dass die Politik nun ihre Versprechen auch hält.
„Freiheit für Tiere – keine Freiheit für Forschung an Tieren“ heißt es daher am 20. April 2013 in Berlin.
Wir unterstützen diese tolle Aktion natürlich gern und werden mit möglichst vielen Tierfreunden nach Berlin fahren. Hierzu haben wir einen Bus gemietet und laden Sie hiermit herzlich ein, uns zu begleiten. Die Tiere brauchen eine Stimme – sie brauchen uns!
Abfahrt ist um 6.00 Uhr am Hauptbahnhof. Die Teilnahme ist kostenlos.
Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir Sie, sich baldmöglichst in der Geschäftsstelle anzumelden.
Tel: 0421 - 352214.
Meldung erstellt: 27. Februar 2013
"Oskar" heißt jetzt "Rübe"
Die Medien berichten bundesweit und im Tierheim stehen die Telefone nicht still. Alle möchten wissen, wie es dem kleinen Hund geht, der aus dem Müllcontainer gerettet wurde.
Heute kam die Kleine – „Oskar“ ist nämlich eine Hündin und wurde von den Mitarbeitern in der Tierklinik jetzt „Rübe“ genannt, ins Tierheim, wo sie erst einmal aufgepäppelt wird. Die Strapazen der letzten Tage hat
Sie ganz gut überstanden und mit Pflegerin Bianca Ruhrberg hat sie sich auch schon richtig angefreundet.
Fast 200 Interessenten gibt es inzwischen für die kleine Hündin und es kommen ständig neue Anfragen. „Wir freuen uns natürlich sehr über die große Anteilnahme der Bevölkerung“, so Wolfgang Apel, Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins. „Ich bin sicher, dass wir ein schönes Zuhause für Rübe finden, wenn sie vermittelt werden kann“. Das wird aber noch einige Zeit dauern, denn erst einmal muss die Kleine aufgepäppelt werden.
Wer sich also wirklich mit dem Gedanken trägt, einem Tier ein schönes Zuhause zu geben, ist herzlich eingeladen, ins Bremer Tierheim zu kommen. Hier warten nämlich ganz viele Hunde, Katzen und Kleintiere, die fast alle eine traurige Vorgeschichte haben, sehnsüchtig auf ein endgültiges Heim mit liebevollen Besitzern. Und sie haben alle ein schönes neues Zuhause verdient!
Meldung erstellt: 26. Februar 2013
Kleiner Hund in Müllcontainer ausgesetzt
Bremer Tierschutzverein setzt eine Belohnung von EUR 500,- zur Ergreifung des Täters aus
Es ist immer wieder unfassbar, wie Menschen mit Tieren umgehen. Im wahrsten Sinne des Wortes von ihren Besitzern „entsorgt“ wurde jetzt ein kleines Pinscher-Mischling-Weibchen. Nur dem Zufall und den aufmerksamen Mitarbeitern der Abfallentsorgung war es zu verdanken, dass das Tier noch lebt.
In Bremen-Hemelingen hatten zwei Mitarbeiter der Abfallentsorgung einen abgemagerten und verängstigten Hund in ihrem Müllwagen entdeckt. Nur mit Glück war er nicht in die Trommel des Transporters gelangt. Die kleine Hündin war völlig verängstigt, zitterte am ganzen Körper und fraß bereits Folien und andere Kunststoffe. Die Mitarbeiter verständigten darauf hin die Polizei, die den Hund in die Tierklinik brachten. Dort wrude fest gestellt, dass sich die Hündin in einem sehr schlechten Allgemeinzustand befindet. Sie wird daher noch in der Klinik bleiben und voraussichtlich morgen ins Tierheim kommen.
Es wurde ein Strafverfahren gegen Unbekannt, wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, eingeleitet. Der Bremer Tierschutzverein wird ebenfalls Strafanzeige stellen.
„Dies ist wieder einmal ein sehr schwerer Fall von Tierquälerei“, so Wolfgang Apel, Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins. „Wir hoffen sehr, dass der oder die Täter gefasst und auch belangt werden und setzen dabei auf die Unterstützung der Bevölkerung. Jeder Hinweis, woher das Tier kommen könnte, kann uns weiter helfen. Deshalb haben wir auch die Belohnung ausgesetzt. So etwas kann und darf es einfach nicht geben!“, so Apel.
Sollten der oder die Täter belangt werden können, drohen ihnen eine Geldstrafe bis zu EUR 25.000,- oder sogar bis zu drei Jahren Gefängnis.
Meldung erstellt: 26. Februar 2013
Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche
Demonstration in Berlin am 20. April 2013
In der Woche um den 24. April wird wieder weltweit auf das Leid der Tiere in den Labors aufmerksam gemacht. Am 20. April 2013 findet hierzu eine Großdemonstration in Berlin statt. In Bremen war diese Veranstaltung im letzten Jahr ein großer Erfolg. Jetzt werden die Tierfreunde aus ganz Deutschland in Berlin Flagge zeigen.
Schon seit Monaten protestieren Tierschützer gegen den Bau eines neuen Tierversuchslabors in Berlin, das sich bereits im Bau befindet. Auf dem Gelände des Campus Berlin-Buch soll mit dem In-vivo-Pathophysiologie-Labor (IPL) ein neues Tierversuchslabor entstehen, das zum Max-Delbrück-Centrum (MDC) gehört. Eine traurige Tatsache, denn schon jetzt ist Berlin die Hauptstadt der Tierversuche. Nirgendwo in Deutschland werden mehr Tiere für die Forschung „verbraucht“ – mit einem weiteren Anstieg ist nun zu rechnen.
Für den Bau neuer Tierversuchslabore wurden in den letzten Jahren schwindelerregend investiert: 31 Millionen in Würzburg, 29 Millionen in Mainz und 25 Millionen in Erlangen. Demgegenüber erhält die tierversuchsfreie Forschung jährlich nur etwa vier bis fünf Millionen Euro– also nicht mehr als ein „Almosen“.
Im Neubau des MDC sollen für die Grundlagenforschung verstärkt gentechnisch veränderte Mäuse eingesetzt werden. Die Tiere werden durch Hinzufügen oder Entfernen eines Gens dazu verurteilt, eine bestimmte Krankheit zu entwickeln. Das Makabre: Eine durch Genmanipulation entwickelte Krankheit beim Tier hat mit der Entstehung von menschlichen Krankheiten erwiesenermaßen wenig zu tun. Das biologische System, Umwelteinflüsse, Ernährung, Lebensstil und andere Faktoren bleiben im Versuch unberücksichtigt.
Ein weiteres, besonderes Ärgernis ist, dass seit 2005 im MDC 24 gravierende Verstöße gegen das Tierschutzgesetz festgestellt wurden dies -gab die zuständige Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz auf Anfragen von Bündnis 90/Die Grünen und Piratenpartei bekannt. Die Verantwortlichen im MDC wurden zwar aufgefordert, die Missstände zu beheben, es wurden aber lediglich Bußgelder und Verwarnungen ausgesprochen – am System änderte sich nichts.
Im Koalitionsvertrag von SPD/CDU steht: „Die Koalition wird sich für die Einschränkung von Tierversuchen einsetzen und verstärkt tierversuchsfreie Forschungsmethoden fördern.“ Mit dem MDC-Neubau geschieht das Gegenteil: Es werden weder Tierversuche eingeschränkt, noch wird in Alternativen investiert.
Die Tierschützer fordern, dass die Politik nun ihre Versprechen auch hält.
„Freiheit für Tiere – keine Freiheit für Forschung an Tieren“ heißt es daher am 20. April 2013 in Berlin.
Wir unterstützen diese tolle Aktion natürlich gern und werden mit möglichst vielen Tierfreunden nach Berlin fahren. Hierzu haben wir einen Bus gemietet und laden Sie hiermit herzlich ein, uns zu begleiten. Die Tiere brauchen eine Stimme – sie brauchen uns!
Abfahrt ist um 6.00 Uhr am Hauptbahnhof. Die Teilnahme ist kostenlos.
Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir Sie, sich baldmöglichst in der Geschäftsstelle anzumelden.
Tel: 0421 - 352214.
Meldung erstellt: 25. Februar 2013
Deutscher Tierschutzbund fordert lückenlose Aufklärung – Bund-Länder-Sonderkommission als Task Force nötig
Am Wochenende berichteten Medien von einem möglichen Betrug bei der Haltung von Legehennen und der Kennzeichnung der Eier. Den Berichten zufolge haben über 150 Betriebe offenbar systematisch mehr Legehennen als für die jeweilige Haltungsform erlaubt gehalten und bei der Kennzeichnung der Eier betrogen. Davon betroffen zu sein scheinen Biohaltungen, aber auch Freiland-, Boden- und Käfighaltungen für Legehennen. Da Tierhaltungsanlagen in mehreren Bundesländern, schwerpunktmäßig in Niedersachsen, unter Betrugsverdacht stehen, ist eine gemeinsame Sonderkommission der Länder mit dem Bund nötig, um die Erkenntnisse zu bündeln und umgehend entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Der Deutsche Tierschutzbund drängt ebenso auf Klärung, warum die Ermittlungen bereits im September 2011 begannen, aber offenbar bis heute mit durchgreifenden Konsequenzen gewartet wurde.
„Wenn die Berichte zutreffen, davon müssen wir wohl ausgehen, dann handelt es sich um einen systematischen Betrug zu Lasten der Tiere, aber auch des Verbrauchers. Da offenbar mehrere Bundesländer betroffen sind, raten wir dringend dazu, dass die Ermittlungsbehörden umgehend eine Sonderkommission aus Land und Bund einsetzen, um alle Informationen zu bündeln. Im Sinne des Tier-, aber auch des Verbraucherschutzes müssen alle im Raum stehenden Vorwürfe geklärt werden, konsequent und lückenlos. Es muss zudem die Frage erlaubt sein, warum die Staatsanwaltschaft in Niedersachsen bereits seit 2011 ermittelt, aber die Betriebe offenbar noch bis heute den Betrug fortsetzen konnten “, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
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Meldung erstellt: 22. Februar 2013
Der Bremer Tierschutzverein e.V. sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für sein Tierheim
eine/n examinierte/n Tierpfleger/in
Der Tierschutzverein betreibt ein mittelgroßes, modernes Tierheim nach den Richtlinien des Deutschen Tierschutzbundes. Das Tierheim beherbergt etwa 600 Tiere, darunter Hunde, Katzen und zahlreiche Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen und Vögel. Zudem verfügt das Tierheim über eine eigene Exotenstation.
Ab sofort suchen wir eine/n engagierte/n Tierpfleger/in die/der unser Team verstärkt.
Voraussetzungen:
- abgeschlossene Ausbildung zum Tierpfleger
- Bereitschaft zu Wochenend- und Feiertagsarbeit
- Sicheres und freundliches Auftreten
- Fachmännische Beratung bei der Vermittlung von Tieren
- Führerschein Klasse B und Erfahrung im Exotenbereich wären von Vorteil
Zudem erwarten wir Zuverlässigkeit, ein hohes tierschützerisches Engagement, Belastbarkeit, und Teamfähigkeit.
Ihre schriftliche Bewerbung richten Sie bitte an:
Bremer Tierschutzverein
Hemmstraße 491
28357 Bremen
Oder per Mail an:
info@bremer-tierschutzverein.de
Ansprechpartner/in: Brigitte Münch Tel.:0421-351133
Meldung erstellt: 18. Februar 2013
Tierheimfinanzierung – unglaubliche Vorwürfe
„Das Maß dessen, was der ehrenamtlich geführte Bremer Tierschutzverein an unwahren Behauptungen und ehrverletzenden Beschuldigungen über sich ergehen lassen muss, ist voll. Die unglaublichen, wieder einmal neuen unwahren Unterstellungen seitens der Tierheilpraktikerin und ehemaligen Rinderhalterin, Heike Einwächter –Langer und deren zwei Mitstreiterinnen – genannt Interessengemeinschaft Tierheim Bremen – können und dürfen nicht mehr unwidersprochen hinge-nommen werden“, so Wolfgang Apel, Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins. „Wir lassen unsere Glaubwürdigkeit, die korrekte Verwaltung von Spendengeldern und Mitgliedsbeiträgen, sowie die gewissenhafte Dokumentation der Tierein- und ausgänge gegenüber der Stadt Bremen, nicht durch unwahre Behauptungen in Zweifel ziehen.“
Jetzt werden sich zum zweiten Mal die Gerichte mit den unglaublichen Angriffen dieser Damen beschäftigen müssen. Wir sind es letztlich den auf unsere Hilfe ange-wiesenen Tieren schuldig, damit das Tierheim und der Tierschutz auch in Zukunft handlungsfähig sind. In einem früheren Prozess hatten die Damen bereits Vorwürfe, z.B. über die angeblich schlechte Haltung der Tiere im Tierheim sowie weitere persönliche Angriffe gegen Mitarbeiter, zurück nehmen müssen.
Aus welchen Gründen auch immer versuchen diese Damen, das Tierheim und das tierschützerische Engagement des Tierschutzvereins in Misskredit zu bringen. Damit rauben sie nicht nur den vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern viel Zeit, die bei der Lösung von Tierschutzfällen besser eingesetzt wäre, sondern verunsichern immer wieder die Öffentlichkeit. Damit muss endlich Schluss sein. Seit Jahren versprechen diese Damen, selber ein Tierheim errichten zu wollen, um in Not geratenen Tieren zu helfen. Es ist bei den Ankündigungen geblieben, warum wohl?
Fakt ist, dass sich der Tierschutzverein und sein Tierheim in der Hauptsache aus Spenden finanzieren und mit dieser Bereitschaft der Bremerinnen und Bremer, die Stadt Bremen seit Jahrzehnten einen Großteil ihrer Pflichtaufgaben aus der Bevölkerung bezahlt bekommt. Die Stadt Bremen beteiligt sich an Neu- und Erweite-rungsbauten sowie den ständigen Sanierungsarbeiten überhaupt nicht. Das neue Hunde- und Katzenhaus sowie die großzügige Hundefreiauslauffläche konnte nur durch Sonderspenden und einer Hauptsponsorin realisiert werden. Alleine in diesem Jahr stehen dringende Sanierungsarbeiten und Umbauten in der Tierhaltung an, die mehrere Hunderttausend Euro erforderlich machen.
Der Betrieb des Tierheims bereitet, inclusive den Kosten für die Fundtiere, also auch für alle Tierschutzfälle, gegenwärtig 1,2 Millionen Euro jährlich.
Fakt ist weiter, dass die gesamten Tierunterkünfte, die in den vergangenen Jahren entstanden sind, ohne jegliche staatliche Unterstützung finanziert werden mussten. Die Stadt Bremen hat in den vergangenen Jahrzehnten viele Millionen Euro gespart, die tierliebende Bevölkerung hat es ermöglicht. Statt unsachlicher Kritik sollte man den tierschutz-engagierten Bürgerinnen und Bürgern danken!
Hier seien nur die zunehmenden Animal Hoarding Fälle im letzten und diesem Jahr genannt. Am Montag vergangener Woche mussten aus einer Tierhaltung 95 (!) ungeimpfte, zum Teil tragende Katzen sowie zum größten Teil nicht kastrierte Tiere übernommen werden.
Mit schönen Worten ist den Tieren nicht geholfen, gern hätten die Damen – die außer unsachlicher Kritik nichts zu bieten haben – die Tiere in Obhut nehmen können. Wir können diesen Schreibtischtäterinnen nur anraten, sich endlich dem wirklichen Tierschutz zu widmen.
Meldung erstellt: 12. Februar 2013
Wieder einmal wurde das Bremer Tierheim gestern mit einem besonders großen Fall von Animal Hoarding konfrontiert: Insgesamt 95 Katzen wurden aus einer privaten Haltung geholt und ins Dorf der Tiere gebracht.
Fast 100 Tiere zusätzlich aufzunehmen, ist schon eine enorme Herausforderung für das Tierheim und seine Mitarbeiter/innen und so ist in diesen Tagen Großeinsatz angesagt.
Neben dem enormen Arbeitsaufwand kommt auch der räumliche Aspekt hinzu, denn das Tierheim
Beherbergt zur Zeit schon 311 Katzen und die Straßentiger aus dem Tierschutzfall müssen erst einmal in der Quarantäne bleiben.
„Für uns ist dies eine besondere Kraftanstrengung , so Wolfgang Apel, Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins. „Gerade im Frühjahr haben wir, auch bedingt durch den Nachwuchs, immer besonders viele Tiere zu versorgen und nun müssen noch fast 100 Katzen untergebraucht und besonders versorgt werden.
Hinzu kommt, dass nur vereinzelte Kater kastriert sind, so dass wir demnächst bei den weiblichen Katzen auch noch mit Nachwuchs rechnen müssen.“
Der guten Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt und mit der Polizei war es zu verdanken, dass die Tiere schnell aus der fürchterlichen Haltung befreit werden konnten, denn die Besitzer zeigten sich leider völlig uneinsichtig. Nachdem mittags schon 40 Katzen im Tierheim einzogen, rückte ein Team nochmal aus, um weitere 54 Samtpfoten einzufangen. Sie hatten alle in einem kleinen Raum gelebt – alles andere als eine artgerechte Haltung. Auch hier zeigte sich die Polizei als Freund und Helfer, denn die Tierhalter wollten die Katzen nicht heraus geben und so wurden sie mit Polizeischutz in die Rettungswagen des Bremer Tierschutzvereins gebracht.
„Leider haben wir immer auch in Bremen immer wieder Fälle von Animal Hoarding, also der krankhaften Sucht, Tiere zu sammeln“, so Apel. Hier muss nicht nur den Tieren, sondern meistens auch den Besitzern in psychischer Sicht geholfen werden. Aber dieser Fall zeigt auch, wie wichtig die gute Zusammenarbeit mit den Behörden ist. Nur wenn alle schnell und unbürokratisch entscheiden, kann den Tieren schnell geholfen werden.“
Allen Katzen geht es gut, sie werden heute vormittag dem Tierarzt vorgestellt, geimpft und medizinisch versorgt. Da die Katzen vom Veterinäramt beschlagnahmt wurden, bleiben sie jetzt erst einmal im Dorf der Tiere.
Der Vorsitzende, Wolfgang Apel, bittet alle Tierfreunde, die sich mit dem Gedanken beschäftigen, eine Samtpfote in die Familie aufzunehmen, jetzt ins Tierheim zu kommen. Dies auch, um Platz für die neu eingelieferten Katzen zu schaffen.
Meldung erstellt: 15. Januar 2013
Streusalz schadet Hundepfoten
Eisige Temperaturen, Schnee und Eis – Der Winter ist wieder da. Dabei vertragen die meisten Tiere die Kälte besser als die Besitzer denken. Ein gesunder Hund etwa benötigt beim Spaziergang weder Kleidung noch eine Decke. Im Gegenteil, oftmals behindert die „Winterkleidung“ die Bewegung und ist nicht artgerecht. Das Fell reicht als natürlicher Wärmeschutz in der Regel völlig aus. Anders ist es bei Vierbeinern mit extrem kurzem und dünnem Fell. Hier ist es ratsam, Rücken und Bauch des Tieres zu schützen.
Der Bremer Tierschutzverein rät allen Tierfreunden, auf die Körpersprache des Tieres zu achten. Wenn das Tier zittert, sollte der Spaziergang sofort abgebrochen werden. Bei kurzhaarigen und kleinen Hunden kann es sinnvoll sein, statt eines ausgedehnten Spaziergangs mehrmals kürzere Gänge zu machen. Außerdem sollte der Hund immer in Bewegung bleiben.
Für viele Hunde ist der Schnee eine echte Verlockung. Hier ist es ratsam, darauf zu achten, dass die Tiere ihn nicht zu sich nehmen. Die Kälte und die möglicherweise im Schnee enthaltenen Erreger, Schadstoffe oder Streusalz können zu Erbrechen, Durchfällen bis hin zu Magen- und Darmentzündungen führen. Während die meisten Vierbeiner gern im Schnee spielen und toben, ist diese Jahreszeit allerdings eine echte Herausforderung für die Hundepfoten. Sie werden schon durch das Laufen im Schnee und auf Eis sehr strapaziert, kommt noch Streusalz hinzu, kann es schnell zu Verletzungen kommen. Wenn dann noch Schmutz in diese kleinen Wunden eindringt, können sich daraus ernsthafte Wunden entwickeln. Daher sollten Hundebesitzer nach jedem Spaziergang den Schneematsch und die Eisklumpen mit von den Pfoten mit lauwarmem Wasser abwaschen und die Pfoten gut abtrocknen. Zur Vorbeugung eignen sich zudem Melkfett, Hirschtalg oder Vaseline, mit denen die Pfotenballen vor dem Spaziergang eingerieben werden.
Der Bremer Tierschutzverein appelliert zudem an alle Bürgerinnen und Bürger, auf Streusalz zu verzichten und als Alternative Sand oder Granulat zu nehmen.
Meldung erstellt: 01. Januar 2013
Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche
Demonstration in Berlin am 20. April 2013
In der Woche um den 24. April wird wieder weltweit auf das Leid der Tiere in den Labors aufmerksam gemacht. Am 20. April 2013 findet hierzu eine Großdemonstration in Berlin statt. In Bremen war diese Veranstaltung im letzten Jahr ein großer Erfolg. Jetzt werden die Tierfreunde aus ganz Deutschland in Berlin Flagge zeigen.
Schon seit Monaten protestieren Tierschützer gegen den Bau eines neuen Tierversuchslabors in Berlin, das sich bereits im Bau befindet. Auf dem Gelände des Campus Berlin-Buch soll mit dem In-vivo-Pathophysiologie-Labor (IPL) ein neues Tierversuchslabor entstehen, das zum Max-Delbrück-Centrum (MDC) gehört. Eine traurige Tatsache, denn schon jetzt ist Berlin die Hauptstadt der Tierversuche. Nirgendwo in Deutschland werden mehr Tiere für die Forschung „verbraucht“ – mit einem weiteren Anstieg ist nun zu rechnen.
Für den Bau neuer Tierversuchslabore wurden in den letzten Jahren schwindelerregend investiert: 31 Millionen in Würzburg, 29 Millionen in Mainz und 25 Millionen in Erlangen. Demgegenüber erhält die tierversuchsfreie Forschung jährlich nur etwa vier bis fünf Millionen Euro– also nicht mehr als ein „Almosen“.
Im Neubau des MDC sollen für die Grundlagenforschung verstärkt gentechnisch veränderte Mäuse eingesetzt werden. Die Tiere werden durch Hinzufügen oder Entfernen eines Gens dazu verurteilt, eine bestimmte Krankheit zu entwickeln. Das Makabre: Eine durch Genmanipulation entwickelte Krankheit beim Tier hat mit der Entstehung von menschlichen Krankheiten erwiesenermaßen wenig zu tun. Das biologische System, Umwelteinflüsse, Ernährung, Lebensstil und andere Faktoren bleiben im Versuch unberücksichtigt.
Ein weiteres, besonderes Ärgernis ist, dass seit 2005 im MDC 24 gravierende Verstöße gegen das Tierschutzgesetz festgestellt wurden dies -gab die zuständige Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz auf Anfragen von Bündnis 90/Die Grünen und Piratenpartei bekannt. Die Verantwortlichen im MDC wurden zwar aufgefordert, die Missstände zu beheben, es wurden aber lediglich Bußgelder und Verwarnungen ausgesprochen – am System änderte sich nichts.
Im Koalitionsvertrag von SPD/CDU steht: „Die Koalition wird sich für die Einschränkung von Tierversuchen einsetzen und verstärkt tierversuchsfreie Forschungsmethoden fördern.“ Mit dem MDC-Neubau geschieht das Gegenteil: Es werden weder Tierversuche eingeschränkt, noch wird in Alternativen investiert.
Die Tierschützer fordern, dass die Politik nun ihre Versprechen auch hält.
„Freiheit für Tiere – keine Freiheit für Forschung an Tieren“ heißt es daher am 20. April 2013 in Berlin.
Wir unterstützen diese tolle Aktion natürlich gern und werden mit möglichst vielen Tierfreunden nach Berlin fahren. Hierzu haben wir einen Bus gemietet und laden Sie hiermit herzlich ein, uns zu begleiten. Die Tiere brauchen eine Stimme – sie brauchen uns!
Abfahrt ist um 6.00 Uhr am Hauptbahnhof. Die Teilnahme ist kostenlos.
Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir Sie, sich baldmöglichst in der Geschäftsstelle anzumelden.
Tel: 0421 - 352214.